Woanders – diesmal mit einem alten Mann, grenzenloser Freiheit und ziemlich vielen Fotos

Patsy Jones über Freundlichkeit. Über einen alten Herrn im Supermarkt. Über Zeit.

 

Der Sonderbayer über grenzenlose Freiheit und warmes Dosenbier.

 

Nur ein Foto, aber was für eines. Meine Bildverliebtheit der Woche.

 

Im Magazin der Autoren ein Stück von Wolf Reiser über Ouzo. Mit sehr viel Fachwissen, Alexis Sorbas, einem Schimpansen und, natürlich,  Merkel. Zum Thema Ouzo gab es vor Jahren übrigens auch einmal einen Text bei Stevan Paul. Sogar mit genauer Trinkanweisung, da ist man ja immer dankbar.

 

Sensationelle Fotos – die Gewinnerbilder beim National Geographic Fotowettbewerb 2012.

 

Und hier ein Rückblick auf 125 Jahre National Geographic. Da kann man ruhig ein paar Minuten mehr mit verbringen.

 

Eine Bilderserie über moderne Sklaverei. Das Betrachten könnte sich negativ auf die Laune auswirken. Was natürlich kein Grund ist, sich das nicht anzusehen.

 

In Berlin wird ein Barbie-Haus gebaut, 2500 Quadratmeter in pink. Zur Eröffnung ist Sylvie van der Vaart eingeladen. So etwas erwartet man eigentlich in einer Satiresendung, nicht im wirklichen Leben. Nun ja.

 

Ein kleiner Film: 50 epic dance moves, von denen auch Sie wahrscheinlich mehr als die Hälfte kennen. So eine MTV-Jugend bildet doch ungemein, nicht wahr? Ich habe allerdings beim Betrachten gemerkt, dass ich gar nicht alle kann. Faszinierend! Aber die Nummer 30, die verbuche ich unter „ganz sicher“.

 

Die Tochter von Frau Novemberregen diskutiert mit dem Kinderarzt.

 

Es gibt ein neues Blog von Rochus Wolff nur über Kinderfilme. Und das sieht sehr nützlich aus.

 

Eine Soziologin fordert in der Brigitte die 32-StundenWoche für alle und der Text wird in jedem zweitem Blog verlinkt – dann trifft das wohl einen wichtigen Punkt. Ich arbeite 30 Stunden in der Woche im Büro und finde das vollkommen ausreichend. Aber ich treibe ja auch noch ein paar Nebendinge. Und ich staune immer wieder, wieso bei nahezu allen Paaren um mich herum der Mann jeweils gar nicht anders als Vollzeit arbeiten kann. Es geht einfach nicht anders, alles andere ist geradezu verboten, undenkbar, unmöglich, was für ein Gedanke. Grotesk! Haha! Teilzeit. Nee, nee. Macht kein einziger Arbeitgeber mit, hält kein einziger Kontostand aus, kann keine Karriere ab. Angeblich. Und von vielen Männern wohl nicht ganz ungeschickt eingefädelt. Und mit einem manchmal gar nicht geringen Einverständnis der Frauen, die sich dann eben um die Kinder kümmern müssen, was sollen sie machen, es geht ja einfach nicht anders, schade, schade.  Ein Thema, das mir mit jedem Jahr seltsamer vorkommt. Teilzeit für beide, Kinderbetreuung für beide – das geht auch. Wie auch immer. Ich verstehe jeden, bei dem es wirklich nicht geht, aber die Fülle der Fälle, ich weiß ja nicht.

Wenn man jedenfalls einmal weniger als Vollzeit gearbeitet hat, findet man Vollzeit irgendwann immer befremdlicher, dann fragt man sich eines Tages, wie man acht oder zehn Stunden Büro jemals in Ordnung finden konnte, Geld hin oder her. In der Zeit ist auch ein Text dazu, der exakt zum schwierigen Thema passt.

 

Und in Hamburg ist es mittlerweile nicht nur üblich, neben eine Kita zu ziehen und dann gegen Kinder zu klagen oder neben einen Club zu ziehen und dann gegen Musik zu klagen, nein, man zieht jetzt auch in den Hafen und klagt dort gegen Schiffe. Bzw. gegen die Arbeiten daran. Die Welt wird offenbar immer bekloppter. Sollte ich jemals an die Nordsee ziehen, dann klage ich dort sofort gegen die Gezeiten, die nerven ja auch maßlos.

 

Was würden klagewütige Nachbarn in Deutschland wohl gegen diesen Menschen vorbringen, der in seinem Garten einen Schützengraben aus dem Ersten Weltkrieg nachgebaut hat, mit allen Details und geradezu erschütternd authentisch? Die britischen Nachbarn haben ihm angeblich Tee gebracht.

 

Bei der Netzpolitik denkt man über Blogfinanzierung nach und listet alle im Moment denkbaren Möglichkeiten, mit meist nachvollziehbaren Argumenten dafür und dagegen. Eine ähnliche Diskussion gab es gerade bei Antje Schrupp und wenn man bei beiden Texten alle Kommentare liest, dann hat man so ziemlich jedes denkbare Argument zum Thema einmal gesehen. Jede logische Überlegung und auch jeden eher wirren Ansatz. Es bleibt spannend, auch für mich (dazu in Kürze mehr, denn die Lage ändert sich hier auch in für mich erfreulicher Weise). Währenddessen schreibt auch Pia Ziefle etwas über das Bezahlen von Netzinhalten, wenn auch gewissermaßen aus der anderen Richtung kommend. Das Thema liegt wohl in der Luft.

 

Und während alle Welt die neuen Werke von David Bowie feiert und sich die Berliner gar nicht mehr einkriegen, weil ein Berlin-Lied dabei ist – dass David Bowie eigentlich gebürtiger Schwabe ist und in Wahrheit David Bowle heißt, das behalten wir hier lieber für uns – während also alle das neue Video gucken, verweise ich noch einmal auf etwas Älteres – Bowie singt Brecht in Berlin, im Jahr 2002. Auch schön. Sogar sehr.

 

Und dann gibt es Naturbilder, da fällt einem nichts mehr zu ein. Außer, dass man nach dem Regisseur fragen möchte.  Hier ein sehr spezieller Sturm in Australien.

 

Lars Fischer mit einem älteren (egal) Text zur Frage, ob wir mehr Lebensmittelallergien oder mehr Lebensmittelhysterie haben. Gerade auch für Eltern interessant.

 

Die Umwandlung eines berühmten Selbstporträts von Vincent van Gogh in eine Fotografie. Zwei Bilder und ein kurzer Film dazu.

 

Voll im SUV – eine schöne Erklärung des „Gelände“wagenphänomens. Gefunden via dem Nuf auf Twitter.

 

Verheiratete leben länger. Und wer sich mit Statistik und Feldforschung ein wenig auskennt, der kann nach der Lektüre einmal tief Luft holen und dann hundert Fragen zu der Studie aufschreiben. Zwei, drei sind auch schon im Artikel genannt.

 

Eine stillende Mutter fliegt aus einer Hollister-Filiale, daraus entwickelt sich eine Aktion, mit der die Shop-Betreiber ganz sicher nicht gerechnet haben. The great Hollister nurse-in. Gefunden via Journelle.

 

Wie eine türkische Großfamilie online kommuniziert. Unabhängig von Nationalität oder Kulturkreis – ob es wohl so ist, dass die Großfamilie online ein klein wenig wiederaufersteht? Mit weniger Nachwuchs, versteht sich, fünf Kinder hat ja keiner mehr, aber gibt es vielleicht doch wieder mehr Kontakt in den Sippen, als es noch vor zehn Jahren der Fall war? Bei mir zum Beispiel kommt das hin.

 

Hier noch ein Filmtrailer, bei dem sehr viele kommentiert haben, dass er zum Heulen schön sei. Das ist in der Tat richtig.  Warten Sie einfach die ersten Cello-Töne ab.

 

Holgi von Stackenblochen erläutert ein bestimmtes Reaktionsmuster auf Twitter an einem denkwürdig einleuchtenden Beispiel.

 

Und zum Schluss wie immer das beste Essen der letzten sieben Tage. Das war der Standardkuchen der Herzdame, den sie zu jeder Party mitbringt. Käsekuchen. Jede Party gewinnt durch Käsekuchen.


17 Kommentare

  1. Ping: Landfillharmonic
  2. Ping: wochenrückblick 2 « testballong
  3. Anne

    Das Foto! Das Foto! Wenn ich’s nicht gewusst, hätte ich gesagt: “Ach guck mal, ein Gemälde von Edward Hopper.”

  4. henk

    32 Stunden? naja, normalerweise arbeite ich 35. im Moment sogar nur 20. mehr muss nicht. besonders wenn man Familie hat. jeder kann sich das nicht leisten. aber viele schon und das sind dann die am lautesten stöhnen. ach…

  5. giardino

    Die Arbeitsstunden und ihre Aufteilung zwischen Eltern ist sicher im Wesentlichen eine persönliche Sache.

    Nichtsdestotrotz würde mich doch sehr interessieren, wie das Verhältnis aussieht, wenn endlich 1. beide gleiches Gehalt für ihre Arbeitszeit bekämen und/oder 2. man mit einiger Selbstverständlichkeit auch mit einer 30-Stunden-Stelle beruflich aufsteigen könnte.

  6. Klaus

    Wenn man schon mal Gelegenheit hat, den Autoren zu fragen: Was eigentlich ist der schreiberische und journalistische Sinn hinter Formulierungen wie “.. in Hamburg ist es mittlerweile nicht nur üblich ..”?
    Also das “Dinge, die absolut nicht üblich sind (und die auch kein denkender Mensch als ‘üblich’ bezeichnen würde) als normal bezeichnen”. Sonst auch in der Form ‘.. jeder macht das und das ..’ oder ‘ .. die Deutschen machen ..’.
    Das ist sicher ein journalistisches Stilmittel und hat (hoffentlich) eigentlich einen Sinn. Löst bei mir aber nur noch augenverdrehenden Brechreiz aus und ich breche mittlerweile oft die Lektüre ab, wenn mir so eine Formulierung über den Weg läuft.

  7. Gästin

    Hallo, hier mal eine technische Frage: Ist das nur bei mir so, dass die Links nach “woandershin” immer nur auf die jeweilige Leitseite führen oder ist das tatsächlich so beabsichtigt? :-/

  8. Rebekka

    Oh, wieder super. Auch, wenn man wie ich ewig braucht, um die Woandersse nachzulesen. Habe nicht nur noch 2 Woanders-Tabs von Ihnen geöffnet, nein, auch nach jedem ‘Lesen’ eines Woanders-Artikels mindestens 4 Tableistenzeilen. Anstatt sonst nur 2.5-3. ;)

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