Woanders – diesmal mit Bärten, einer Mutter, Büchertüren und anderem

Hier ein schönes Blog zu bärtigen Männern – äußerst interessante Vergleichsbilder mit und ohne.  Ich reihe mich da ganz zwanglos ein. Auch wenn die Herzdame das dezidiert anders sieht.

 

Percanta hat mitgeschrieben, was ihr dreijähriger Sohn während „Dinner for one“ alles wissen wollte.

 

Die Mutter von Tillmann war in der Zeitung.

 

Reihenweise Bilder von geheimen Türen, die als Bücherregal getarnt sind. Das habe ich bisher noch in keiner Wohnung geschafft, aber man braucht ja auch noch Ziele im Leben. Und gute Argumente, um die alten Print-Bücher doch noch alle aufzubewahren.

 

Herr Kid37 hatte neunten Bloggeburtstag. Und begeht ihn in der gebotenen Dezenz.

 

Ein spannendes Interview mit Maria Popova im Guardian. Maria Popova betreibt die ungeheuer erfolgreiche Seite Brain Pickings, wo sie, um es sehr banal zu beschreiben, Dinge, Themen und Fundstücke behandelt, die sie interessieren. Hier zum Beispiel geht es um ein Kinderbuch von Faulkner. Im Blog etwas herumzuwühlen ist sehr zu empfehlen. Die Seite ist komplett werbefrei, das Publikum spendet. Maria Popova spricht im Interview auch einen Aspekt an, der mich schon länger beschäftigt, nämlich die unselige Verbindung von Relevanz und Aktualität im Internet. Dass nur das Neue wichtig sein kann, dass nur heute ein akzeptabler Zeitrahmen ist. Ein Text von vor einem Jahr kann so gut sein wie er will – er ist weg und unwichtig, weil er alt ist. Als ob das ein Maßstab wäre. Das ist eine Fehlentwicklung, zu der mir die Antwort nicht einfällt. Und ich habe ja mit dieser Seite hier noch Glück, denn etliche Texte sind auch in Buchform erschienen und haben daher eine ganz andere Präsenz in der Öffentlichkeit. Normalerweise verpuffen alte Blogtexte einfach nach vierzehn Tagen. Es gab sicherlich wahnsinnig gute Texte im Jahr 2003, oder? Von wem auch immer? Keinen davon finden wir wieder, keinen davon verlinken wir noch. Es gibt keine Blogtextklassiker, keine Onlinetextklassiker. Oder doch nur sehr, sehr wenig.  Richtig ist das sicherlich nicht.

 

Hier bei der Rheinischen Post ein Interview mit Stefan Sichermann vom Postillon, mit einigen erstaunlichen Zahlen zu seiner Reichweite.

 

Bei Frau Modeste ein Guide zur entspannten Mutterschaft in zwei Teilen – hier und hier – mit lesenswerten Kommentaren. Und man kann sich gut vorstellen, wie viele Kommentare hier mühsam nicht geschrieben wurden. Und in welcher Tonlage. Ich mag vor allem diese Passage, die man gar nicht genug unterstreichen kann:

„Überhaupt halte man sich – online wie offline – von Leuten fern, die schrecklich feste Vorstellungen vom Leben mit kleinen Kindern haben, und sich nicht scheuen, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit auszubreiten. Machen Sie sich klar: Die anderen wissen es auch nicht besser. Die sind nur lauter.“ 

Ansonsten ist es bemerkenswert, dass Frau Modeste die Kampfbegriffe „Hebamme“, „Homöopathie“ und „Impfen“ in Texten verwendet hat, und nicht nach zehn Minuten schon hundert geifernde Kommentare darunter standen, aus beiden Lagern. Ich wusste gar nicht, dass so etwas möglich ist.

 

Sehenswert fand ich den Jahresrückblick von Urban Priol – gefunden hier bei Text & Blog.

 

Im Freitag ein Text zu Mythen über die DDR, der auch auf die Krippensituation damals und heute eingeht.

 

In der taz ein Interview mit Chef von Flattr, dem Zahldienst, den ich auch für dieses Blog nutze, bzw. den Sie hier nutzen können. Ich finde Flattr ja immer noch unterschätzt und würde dem Dienst noch viel mehr Erfolg wünschen.

 

Der Herr Dueck ist sowieso lesenswert, aber was er hier über “Cliffing” schreibt, in diesem schönen Zusammenhang mit familiären Streitsituationen, das ist ganz wunderbar.

 

Im Blog zur Alltagsforschung ein Artikel über Mathematik und Begabung versus Mathematik und Motivation. Hilft gegen Mythenbildung und betrifft mich als ehemaligen Mathematikversager auch selbst. Umdenken, immer wieder umdenken.

 

Hier schreibt ein Journalist sehr anschaulich über seine Versuche, das Programmieren zu erlernen. Eine Erfahrung, die man jedem empfehlen kann, das ist wirklich äußerst erhellend, sich zumindest ansatzweise mal den Maschinenraum anzusehen.

 

Eine kurze, erschütternde Liste über neuerdings gemeinfreie deutsche Autoren. Wenn Ihnen Gemeinfreiheit nichts sagt – hier entlang.

 

Isa widmet sich der heroischen Aufgabe, sich im Jahr 2013 für Filme zu interessieren, oder zumindest ein par zu sehen. Ihre Leser schlagen ihr –zig Filme vor, das liest sich spannend, wenn es mich auch nicht lockt. Ich interessiere mich für Filme ähnlich stark wie Isa, nämlich gar nicht und es wäre ein guter Witz, wenn ich mit ihr gemeinsam ins Kino gehen würde. Nach zehn Minuten das doppelte Tippgeräusch aus Reihe 12… Aber egal. Jahresprojekte, die man nicht durchhalten muss sind immer super, aber Film ist mir zu krass. Ich kümmere mich ums Zeichnen, das wollte ich schon lange. Ich habe mir die Zeichen-App „Paper“ aufs iPad geladen, man kann hier sehen, was man damit machen kann. Die App kostet gesamt etwas 10 Euro, man kann Funktionen einzeln kaufen. Und ich habe lediglich das bescheidene Ziel, etwas besser als Sohn I zu sein, das scheint mir fair und sportlich genug. In der ersten Woche ein paar Kopffüßler, dann ein Wölkchen oder eine Sonne…  Ich sehe mir zur Motivation ein paar Blogs von Künstlern an (wenn jemand tolle Blogs mit Zeichnungen kennt, immer her damit), die auch mit dieser App herumspielen, so wie dieses und dieses und dieses und dieses – und dann mal sehen. Hauptsache, man hat ein Projekt. Das muss so. Glaube ich.

Das beste Essen der letzten sieben  Tage kommt ohne Rezept aus, das war Rahmspinat mit Spiegelei und Kartoffelpü, da freuen sich hier die inneren und äußeren Kinder, das muss ja auch einmal sein, man kann sich nicht jeden Tag durch Foodblogs kämpfen.

Untitled

Bildnis des Autors mit Blümchen.

 

 

8 Kommentare

  1. Ping: Über das Elterndasein | Thomas Gigold
  2. Katrin Seddig

    die meisten männer sehen mit bart einfach besser aus, wie man es im blog auch sieht. bei dir weiß ich es noch nicht. aber du kannst ja mal dein fb-bild aktualisieren.

  3. M.

    nur mal so: diese kolumne (ist das eine? sagt man das?) ist super. vielen dank dafür.

  4. Petra

    Wie Frau Seddig schon sagte: das fb-Profilbild müsste mal aktualisiert werden.

  5. Ping: Lehrerzimmer » Archiv » Erste Tage 2013
  6. Ping: Bemerkenswert

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