Woanders – diesmal mit Kindern, Handwerk, Altpapier und Weihnachtsliedern

Weihnachtsbedingt die Rubrik einfach mal einen Tag vorverlegt. Was bin ich wieder spontan heute.

In der NZZ schreibt der Schriftsteller Matthias Polyticki über seinen Beruf und warum der kein Handwerk ist. Nichts für die Freunde von Creative-Writing-Kursen.

 

Ihr Kinderlein kommet  – die Studie über die schwache Geburtenrate, die in der letzten Woche alle Zeitungen zitierten, die kann man hier auch selber im Original lesen. Ist schon interessant.

 

Die liebe Nessy hat in diesem Zusammenhang etwas über die kinderlose Gesellschaft geschrieben.  Einfach an jeden Punkt einen Haken machen.  Im Blog weiterklicken und man findet auch die Antwort des Familienministeriums.

 

Der dritte Bericht von Martin Gommel zu seinem iPhone-Fotoprojekt, von dem Sie vielleicht schon die ersten beiden Teile gelesen haben. Es bleibt lesenswert und lehrreich.

 

Falls es jemand nicht kennt – die Medienkolumne Altpapier auf evangelisch.de ist ganz wunderbar böse, gemein und kenntnisreich. Und hat mit evangelisch so überhaupt nichts zu tun, die hat da nur ihren Heimathafen gefunden. Immer wieder großartige Texte.

 

Bei Anne ein paar Gedanken zum aus meiner Sicht etwas lächerlichen Eklat um Instagram in der letzten Woche, zu der angeblichen oder tatsächlichen Kostenloskultur aus Sicht einer Programmiererin. Interessant, obwohl ich das Wort Kostenloskultur wirklich nicht mehr hören kann.  Ausnahmsweise möchte ich zu diesem Text einmal etwas aus meiner Sicht als Controller und als unter anderem auch selbständig arbeitender Mensch anmerken – ich wundere mich ja immer, wie wenig Menschen einmal wenigstens kurz überschlagen, was wem etwas bringt und was vielleicht als wirtschaftliches Modell irgendwie trägt und was nicht. Das ist gar nicht schwer, das sind Grundrechenarten, keine höhere Mathematik, von der ich auch gar keine Ahnung hätte.  Dann sieht man nämlich Instagram, Twitter und andere gleich etwas anders, dann sieht man vielleicht auch ganz andere Dienste gleich ganz anders, bis hin zur Buchhandlung an der Ecke. Da gehen pro Stunde so und so viele Leute rein, die kaufen im Schnitt ein Taschenbuch, das macht dann am Tag –oh! Gar nicht mal so viel. Große Überraschung. Ladenmiete schätzen, weiter staunen. Personalkosten schätzen – Donnerknispel! Und das geht online genau so einfach.  Wenn drei Millionen User gar nichts zahlen, dann macht das – oh! Und so weiter. Man sieht doch manches etwas anders, wenn man anfängt so zu denken.

Wenn man wirklich einmal in Abgründe sehen will, dann liest man das Blog vom Kioskforscher. Zum Beispiel diese Rezension hier zur Zeitschrift Stadlpost. Was es alles gibt!

 

Via Kiki gefunden: Eine sehr schöne Animation zum Thema Musik.

 

Apropos Animation – man sieht hier ein leider sehr hektisch gedrehtes Video über eine „Alice im Wunderland“-App für das iPad. Eine App, die ich mir auch gerade gekauft habe und wirklich schön finde. Man hat sofort tausend weitere Ideen, wie man andere Texte visualisieren könnte, da tun sich gleich Welten auf. Ich hätte für meine eigenen Geschichten wirklich große Lust, solche Animationen zu entwickeln, schon weil es unglaublich Spaß machen muss. Leider fehlt mir jede technische Fähigkeit, aber es sieht doch sehr so aus, als wäre diese Verbindung aus Text, Bewegtbild und Sound für die Zukunft des Lesens und Schreibens nicht unerheblich.

 

Hier gibt es eine neue Übersicht zu deutschen Fotografie- und Fotoblogs, man beachte die feinsinnige Unterscheidung.

 

Im Sprachlog ein Eintrag zu dem Dauerbrenner rassistische Sprache bei Pippi Langstrumpf. Enthält einen Angriff gegen Herrn Broder, kann also so schlecht nicht sein.

 

Überraschende Ansichten – alte Schwarzweißfotos umgewandelt in moderne Aufnahmen. Beim ollen Winkelsen gefunden.

 

Schnell noch etwas Weihnachtsmusik, und zwar die Songs aus der Heavy Rotation in diesem Haushalt:

 

Erdmöbel mit Lametta.

Katzenjammer mit einem norwegischen Weihnachtslied. Mit royaler Einlage.

Das unvergängliche Duett von Bing Crosby und David Bowie. Bing kurz vor seinem Tod, Bowie auf dem Höhepunkt seiner Drogenkarriere, und was kommt dabei heraus? Etwas Wunderschönes. Man beachte, dass David die paar Klaviernoten auf der falschen Seite des Instruments anschlägt.

Und dann noch ein Weihnachtslied vom immer hörenswerten Dichter und Sänger Manfred Maurenbrecher. Eine Ballade vom Blautannenwald. Großartiger Text.

 

Und zum Schluss wie immer das beste Essen der letzten sieben Tage: Das ist weder verlinkbar noch richtig beschreibbar, denn das war ein Mittagsbuffet bei einem Steh-Asiaten. Bei einem dieser Asia-Imbisse in der Hamburger City Süd, wo man pro Teller bezahlt und es große und kleine Teller gibt und wo die deutschen Gäste dann immer nur kleine Teller nehmen und das Essen, aus dem sie fast nur das Fleisch herauspolken, darauf dann stapeln wie beim Leuchtturmbau und dann nach der Kasse grinsend feixen, dass sie für Ihr fragiles Riesenbauwerk aus frittiertem Huhn jetzt aber nicht den Preis des großen Teller bezahlt haben, haha, und wo ich mich immer ganz schrecklich fremdschäme. So ein Essen.

 

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