Immer fröhlich losgeklagt

Das ist doch einmal originell, dass ich morgens zum Nikolaus die Nachricht bekommen, dass die Kita der Söhne von den Nachbarn verklagt wird, wegen der unzumutbaren Lärmentwicklung. So etwas liest man ja öfter, aber es ist dann doch sehr erstaunlich, wenn es einen selbst betrifft. In dem Gebäude, in dem die Kita ist, werden nämlich seit immerhin 150 Jahren Kinder betreut. Da ziehen also tatsächlich Menschen hin, direkt daneben, und stellen dann überrascht fest: Oh, die Kinder da, die machen ja Geräusche! Gleich mal klagen. Sollen die ihre Kinder doch auf dem Land aufziehen, die Eltern, da stört die lärmintensive Aufzucht vielleicht keinen. Und die freundlichen Nachbarn klagen nicht etwa nur wegen der Geräusche, nein, sie klagen auch, weil die Kleinen im Hof so viel Staub machen. In der Sandkiste. Das ist tatsächlich kein Witz, das klingt nur so. Das ist vollkommen ernstgemeint.

Etwas weiter gedacht, und warum sollte man nicht weiterdenken, es ist ja wirklich ernst gemeint, dass die ihr Recht auf einen kinderfreien Hinterhof einklagen möchten, könnte man doch gleich eine Art Familien-Apartheid in Deutschlands attraktiven Innenstädten einführen? Mit besonderen Gegenden nur für Eltern, getrennten Bussen und Bänken, und separaten öffentlichen Grünanlagen?

Dann würden wir hoffentlich endlich etwas weniger zur Last fallen. Es gibt in Deutschland ja bereits ein „Seniorendorf“, auch das ist kein Scherz, also ein Dorf, das nur von Rentnern bewohnt wird, mit Pflegepersonal und allem. Und in dem gab es auch wirklich schon ernstgemeinte Diskussionen, wann, wie oft und wie lange denn wohl die Enkel zu Besuch kommen dürfen, die kleinen Lärmstrolche. Ich glaube, da geht noch was, in der alternden Gesellschaft.

Es ist eigentlich fast ein Wunder, dass in der Klage gegen die Kita nicht auch die Methan-Emissionen der furzenden Krippenkinder erwähnt werden. Bestimmt hat man das nur vergessen.

Ich glaube, ich bin ein klein wenig wütend. Pardon.

 

Alle Details und Links zum Fall drüben bei Sven.

 

48 Kommentare

  1. Mama arbeitet

    Lieber Maximilian, oder Max?

    Da würde ich mich auch aufregen, mehr als ein klein wenig. Aber nach dem Aufregen würde ich ein bisschen googeln und nach Gerichtsurteilen gucken, und soweit ich informiert bin, können die Kläger das vergessen. Doof isses trotzdem. Und symptomatisch für unsere Gesellschaft.

    Herzlichen Gruss, Christine

  2. Frische Brise

    Deine Wut kann ich verstehen.
    Zumal laut Zeitungsartikel die Kita ja da war, BEVOR die neuen Nachbarn zugezogen sind. Die WUSSTEN also, wo sie hinziehen.
    Das geht ja wohl alles GAR NICHT!!!

  3. Petra

    Ommmmmhhh…
    Tief durchatmen.

    Also die Leute will ich hier bei mir auch nicht haben. Hier ist es zwar ruhig, aber es stinkt nach Kuh, also nach frischer gesunder Landluft.
    Das vertragen die Leute auch nicht.
    Denn wenn man schon für ein Haus auf einem handtuchbreiten Grundstück “auf dem Lande” im Speckgürtel Hamburgs fast 500.000 Euro ausgibt, dann gerne im Countrystile. Aber bitte ohne Country.

  4. Clara Himmelhoch

    Über diese Klage würde ich mich für Kinder, Enkel und sogar noch Urenkel aufregen.
    Man sollte in Deutschland die Rechtsschutzversicherungen reduzieren, da gäbe es auch weniger Klagefreudige Privatmenschen.

  5. jens

    Die Härte! Aber passt so recht zu unserer Gesellschaft. Eltern und Kinder werden eh nur noch “geduldet”. Ich bin da, was den Groll angeht, ganz bei dir.

  6. Miriam Neidhardt

    Bis vor 5 Jahren haben wir neben einer Grundschule gewohnt, was für uns und die Kinder sehr praktisch war, so einen kurzen Schulweg hatte sonst keiner. Auf dem Schulhof gibt es einen Spielplatz und ein Fußballfeld; letzteres war nur durch einen Zaun von unserem Garten und den Gärten der Nachbarn abgetrennt. Und diese Nachbarn haben es tatsächlich durchgesetzt, dass am Wochenende und abends auf diesem Fußballfeld kein Ball gespielt werden durfte. Vor dem TV sind die Kinder aber auch viel ruhiger! Keine Ahnung, woher die ganzen übergewichtigen Kinder kommen!
    Es wurde sogar eine Unterschriftenaktion durchgeführt, um die Musikschule aus dem Schulgebäude zu vertrieben, weil das Musizieren am Nachmittag die Anwohner störte. Der Dame habe ich ganz schön was gehustet :-)
    Auch in diesem Fall bestand die Schule weit länger als die Häuser daneben. Leute gibbet …

    Gruß Miriam

  7. Uwe

    Versucht macht klug. Gegen Kirchenlärm zu klagen finde ich z.B. gut, und obwohl diese #$@!#/+ Kirchen auch schon vor den meisten Leuten da waren.

  8. Sandra Malik

    Die Gesellschaft krankt gewaltig. Hier gibt es Anwohner (50+), die sich über Spielplatzlärm aufregen und die Kinder anweisen, leise zu spielen. Der Spielplatz war im Bebauungsplan deutlich eingezeichnet. Ich möchte mit 50+ sicher auch nicht an einem Spielplatz wohnen, irgendwann finde ich Kinderlärm vielleicht auch nicht mehr so prickelnd und ein kurzer Weg zum Spielplatz ist für meine Kinder nicht mehr relevant. Aber: Das weiss ich doch bei der Wohnhaussuche und plane es entsprechend ein. Derzeit möchte ich nur noch brechen, wenn die Kinder aufgefordert werden “laut und wild” zu sein. Wo denn? Wie denn? Laut und wild geht nur noch mit einer guten Rechtsschutzversicherung.

  9. Q

    Es gibt Abstufungen bei Lärm jedweder Art.
    Open-Air-Konzerte ja – nach 23:00 mit >100 dB nein
    Kinderfußball ja – abends, Sonntags auch?
    Wollen wir ein miteinander oder gegeneinander? Rücksicht: this door swings both ways

  10. Anne

    Alle bekloppt. Wir haben in Düsseldorf neben einer Grundschule gewohnt, allerdings mit etwas Hinterhof dazwischen, nicht “direkt direkt” daneben. Ich mochte den Kinderlärm in der Pause, obwohl ich den zugegebenermaßen nur mitgekriegt habe, wenn ich tagsüber unter der Woche zu Hause war.

    Ich hab zwar keine Kinder, kann da aber nur den Kopf schütteln. Kinder machen Lärm. So. Punkt. Und Kinder gehören zur Gesellschaft und es ist schön, dass es sie gibt. Vor allem aber neben eine Kita zu ziehen und sich dann beschweren, das ist so ziemlich das allerletzte. Ich bin auch ein klein bisschen proxy-wütend.

  11. sven

    Die Wut ist verständlich, steht dem Text aber leider nicht gut zu Gesicht. Die Vergleiche entgleiten einem leicht in dem Zustand, und Spott wäre für solche Kläger doch viel angemessener. Ernst nehmen darf man die ja bitte nicht.

  12. Jazzer

    Das sind so Geschehnisse, bei denen ich immer wieder froh bin, dass mein Kopf fest angewachsen ist. Hoffen wir mal, dass der Richter Vater einen kinderreichen Familie ist und die Kläger dahin schickt, wo es bestimmt gaaaaaaanz ruhig ist – in die sibirische Tundra.

  13. Eckart

    Wenn die Anwohner sich über Kita-Lärm beschweren, scheinen sie ja den ganzen Tag daheim zu sitzen. Da wird einem schonmal langweilig.

  14. berlinbeats

    Das gleiche mit völlig verwunderten Anwohnern, die gegenüber von Clubs in Kreuzberg ziehen, weil das Leben hier so pulsiert, und dann erstmal den Club wegklagen.

    Ich teile mir den Hinterhof mit einer Hauptschule, da ist ordentlich Lärm. Aber ist doch gut, so kann ich nicht verschlafen :) Im Ernst, man schaut sich doch an wo man hinzieht, und neben Spielplätze/Kitas ziehen und dann Kids das spielen verbieten… Grrr

  15. Argentinisches Tagebuch

    Ach, Deutschland! Hier wäre es umgekehrt, glaube ich: Man würde gegen leise Kinder klagen. In Argentinien hat man einen Rechtsanspruch auf Kinderlärm.

    Es ist tatsächlich faszinierend, wie sehr sich die Leute hier an Kindern erfreuen, auch an denen wildfremder Leute.

  16. Charles

    Ganz offensichtlich wissen die Kläger nichts besseres mit sich anzufangen.
    Ist aber schon unangenehm, das zu wissen.

  17. ks

    Ach ja, man könnte ja mal ein Gesetz anschieben, das das Thema Kinderlärm irgendwie mal regeln könnte… http://www.bmu.de/laermschutz/doc/47439.php – so geschehen sogar schon in eurer schönen Heimat Hamburg….http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1558627/Kindergeschrei-ist-kein-Laerm-mehr.html Aber probieren, ob da nicht doch eine Mauer gebaut oder die Kinder zwangsverstummt werden könnten (Klappe halten geht doch) kann man ja trotzdem mal….So eine kleine Klage, wer weiss, vielleicht klappt es ja doch. Und dann noch verbotenerweise auf dem “Privatparkplatz” einer KiTa stehen bleiben und einkaufen, das kostet nämlich keine Parkgebühren und dann meckern, wenn die Kinder laut sind. Tolle Welt!

  18. walküre

    Zum Kot*zen. Nicht Ihr Artikel, sondern die Nachbarn.
    Die vergangenen Jahre habe ich in der Nähe eines Kindergartens gewohnt und mich kein einziges Mal – auch nicht an sehr, sehr schlechten Tagen – von den draußen spielenden Kindern gestört gefühlt. Von Autolärm, Staus und daraus resultierenden Schimpftiraden jedoch sehr wohl, aber Autofahrer haben schließlich mindestens eine Lobby, Kinder im Gegensatz dazu jedoch augenscheinlich heute nicht mehr.

  19. Joerg

    “Seniorendörfer” gibt es im Gegensatz zu hier in USA als sogenannte “Sun City´s” übrigens jede Menge. Zuzugsalter ab 55 Jahre, keine (!) Kinder (ausser die Enkel kommen mal zu Besuch) und noch ein paar Kleinigkeiten und nur (!) dann dürfen Sie dort ein Haus kaufen.
    Kommt hier auch noch, dauert auch nicht mehr lang, wetten !?

  20. Armin

    @Sandra Malik

    also ich bin inzwischen Mitte 40, kinderloser Single. Ist zwar kein offizieller Kinderspielplatz, aber bei mir gegenueber (andere Seite von dem Kanal an dem ich wohne, aber ansonsten praktisch unter meinem Fenster) spielen regelmaessig Kinder. Oft abends und auch gerne mal etwas lauter. Bis jetzt stoert mich das nicht die Bohne, glaube nicht dass sich das in den naechsten 5-10 Jahren aendern wird. Die Toleranz ist also nicht unbedingt alters- und eigene Kinder bedingt.

  21. Thankmar

    Ich könnte mir vorstellen, dass wegen der Privilegierung des Kinderlärms diese Sandkasten-Staub-Klage eine Art Hilfsklage ist, die die Gesamtbelastung heben soll oder so. Lärm ist offiziell erlaubt, bei Staub fehlt das entsprechende Gesetz, also kann man ja mal klagen.

  22. Franka

    Da wäre ich mehr als ein kleines bisschen wütend. Es hat allerdings nicht unbedingt nur mit dem Alter zu tun; es ist das unmäßige Anspruchsdenken unserer Gesellschaft. Da bauen Leute am Fluss und beschweren sich nachher über laut tuckernde Schiffe oder übers Hochwasser. Da ziehen Leute in die Pampa und beschweren sich dann, dass es dort keine Schulen und Geschäfte gibt. Allerdings – die Kinderfeindlichkeit unserer Gesellschaft – das ist schon traurig und sehr, sehr schlimm.

  23. Uli

    Ich hab grade mein Haus verkauft, da ich die Mobbing-Attacken meiner kinderhassenden Nachbarn meiner Familie nicht mehr zumuten wollte. Was nützt einem ein schöner Garten, wenn den ganzen Sommer niemand aus Angst vor den Nachbarn mehr raus geht? Klar, dürfen von Gesetz wegen Kinder Geräusche machen, aber dann lieber eine schnelle Lösung als jahrelange juristische Auseinandersetzungen.
    Nicht Deutschland. Schweiz!
    Und ja, ich kann Deine Wut absolut verstehen.

  24. Ingeborch

    Auch wenn jetzt alle (inklusive des Autors) über mich herfallen: wir haben mal in einem Haus gewohnt, in dem 6 Monate nach unserem Einzug eine KiTa eingerichtet wurde und obwohl ein Stockwerk zwischen uns lag, war der Lärm nicht auszuhalten.

    Im Sommer, egal wie heiß, mussten die Fenster geschlossen bleiben. Die Kinder sind zum Beispiel mit Bobbycars über die Gehwegplatten gerollt (ein Höllenlärm) und weil die Erzieherinnen dann ihr eigenes Wort nicht mehr verstanden haben, wurde sich halt zugebrüllt.

    Wir haben uns nicht beschwert, wir haben nicht geklagt, wir haben gebeten. Freundlich. Ob man nicht Gummiräder an die Bobbycars montieren könne: zu teuer. Wir hätten die Kosten übernommen: so was ginge grundsätzlich nicht. Ob man nicht außen rum statt durchs Treppenhaus gehen könne, wo doch dafür ein zusätzlicher Eingang gebaut worden sei: das sei den Eltern nicht zuzumuten, die hätten es schließlich eilig. Ob die Kinder nicht wenigstens bis 8 Uhr 30 etwas Leises spielen könnten: auf gar keinen Fall, Kinder müssten sich ausleben können.

    Unseren Gartenanteil haben wir in den 3 Jahren nicht einmal nutzen können, da er ständig besetzt war oder voll gestellt mit KiTa-Zeugs, mussten ihn aber anteilig bezahlen und pflegen.

    Wir sind schließlich weg gezogen. Obwohl wir die Wohnung für teuer Geld renoviert hatten und die Kohle futsch war.

    Auch die Nachbarn über uns sind weg gezogen. Auch sie hatten gerade teuer renoviert.

    Nachmieter wurden jeweils Schwestern der Tagesmütter, die selbst je 3 Kinder hatten, die damals größtenteils die KiTa besucht haben. Im Haus (sieben Jahre nach Einrichtung der KiTa) wohnen inzwischen nur noch Mitglieder sowie Freundinnen der Betreiberfamilie.

    Vorletztes Jahr hat der Eigentümer des Nachbarhauses versucht, das Objekt zu verkaufen, weil er und seine Frau pflegebedürftig geworden waren und das Geld brauchten. Er ist es nicht los geworden, anderthalb Jahre lang. Gekauft hat es schließlich der Schwager einer der Tagesmütter, für einen Bruchteil dessen, was es wert ist – wert wäre.

    Meine Schwester ist übrigens Kindergärtnerin von Beruf. Seit über 20 Jahren. Sie und ihre Kolleginnen leiden alle unter Beeinträchtigungen des Hörvermögens. Woran das wohl liegen mag.

  25. Maximilian Buddenbohm

    @Ingeborch: Herrje,. da fällt keiner über Dich her. Aber hier war die Kita zuerst da, und zwar jahrzehntelang. Wenn man da hinzieht, dann besichtigt man die Wohnung und weiß, was man tut. Da dann später zu klagen, dafür habe ich tatsächlich nicht das mindeste Verständnis.

  26. Sandra Malik

    @ Armin – Ich bin seit über 20 Jahren Mutter und habe noch ein paar laute Jahre vor mir. ICH kann mir sehr wohl vorstellen, irgendwann mal Kinderlärm nervig zu finden oder Hotels und Cafés aufzusuchen, in denen Kinder unerwünscht sind. Und ich finde das sehr legitim. So lange ICH mir klar darüber bin, dass ich das “Problem” bin und nicht die Kinder.

  27. zauberhexe

    Ich schüttle gerade ungläubig den Kopf … obwohl, hier im Ort haben Leute direkt neben das Sportplatz gebaut und wollten dann die Lautsprecherdurchsagen während der Fussballspiele verbieten lassen! Kopf>Tisch

    Übrigends wohne ich direkt neben einer Kita. Zwei Seiten meines Grundstückes grenzen an den Spielhof derselbigen. Ich komme ganzjährig in den Genuss der kleinen Schreihälse und der Bobbycars – von 8 bis 17 Uhr – und ich höre sie kaum noch. Der Mensch gewöhnt sich an so vieles … wenn er nur will!

    Ach ja, ich bin 60 … Kinder aus dem Haus … keine Enkel.

  28. Beaker

    Ich würde bei der Rentenkasse erstmal eine Rentenkürzung für diese Leute einklagen. Wer es anderen Leuten schwer macht, Kinder zu bekommen, verstößt gegen den Generationenvertrag und sollte Sanktionen bekommen.

    Mir gehen die Gören auch auf’n Sack, aber so ist das nunmal. Ohne die würde ich später ja gar keine Rente kriegen.

  29. lichterspiele

    Ich kann zwar verstehen, dass die Leute der “Lärm” stört, 150 Kinder die im Sommer draussen toben sind nicht gerade zu überhören. Aber zu klagen, wenn man sehenden Auges dorthin zieht wo eine Kita ist, ist mehr als albern. Und da verstehe ich auch die dazugehörige Rechtschutzversicherung nicht, dass sie sowas überhaupt annimmt.

    Aber die Beschwerde wegen dem Staub ist ja mal mehr als albern. Das klingt mir fast mehr nach: “Männe, mir is so fad, verklag mal wen!”

    Würde mich aber wundern, wenn sie damit durchkommen, obwohl heutzutage und hierzulande … ?
    Drücke euch die Daumen dass es gut in eurem Sinne ausgeht!

  30. Zahara

    Die Klage dürfte wegen § 22 Abs. 1a BImSchG keine Aussicht auf Erfolg haben.

    (1a) Geräuscheinwirkungen, die von Kindertageseinrichtungen, Kinderspielplätzen und ähnlichen Einrichtungen wie beispielsweise Ballspielplätzen durch Kinder hervorgerufen werden, sind im Regelfall keine schädliche Umwelteinwirkung. Bei der Beurteilung der Geräuscheinwirkungen dürfen Immissionsgrenz- und -richtwerte nicht herangezogen werden.

    Erfreulicherweise hat hier der Gesetzgeber tatsächlich mal reagiert.

    Herzliche Grüße, Zahara (angehende Rechtsanwältin)

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  32. Sven

    die Klagen werden doch jetzt abgeschmettert oder etwa nicht? Lärm gehört nun mal bei Kindern dazu. Es gibt ja auch Leute, die gegen Hahnengeschrei und Kirchenglocken klagen, nachdem sie aufs Lands gezogen sind.
    Also, eine Runde Ohropax an alle verschenken und gut ist.

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  34. Ping: Lesenswertes und Fundstücke | Notizen aus dem Barschenweg
  35. IngoAC

    Moin,
    *Ironie on*
    Bei den Mietpreisen darf man doch eine Kindergartenfreie gehobene Wohnlage erwarten. Die kann sich eh keine Familie leisten. *Ironie off*

    Der Lärm dürfte mittlerweile erlaubt sein, den Staub sollte man auf die Straßen bzw. die umliegenden Baustellen schieben.

    LG
    Ingo

  36. Ping: Angepintes | 343max
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  38. Hartmut

    Absurd das Ganze. Die Lange Reihe ist schon lange keine aufregende Strasse der Vielfalt mehr, was sie einmal war. Ähnlich der Kastanienallee in Berlin hat sich ihr Bild stark verändert durch wohlhabenden Zuzug. Man möchte irre tolerant und weltoffen wirken und zieht deswegen dorthin, wo ein Viertel den gewünschten Ruf hat, um es dann nach den eigenen engstirnigen Wertvorstellungen zu gestalten. In Berlin am Boxhagener Platz hat es den Flohmarkt erwischt, der aufgrund einer Klage eines Zugezogenen verkleinert werden musste. Ich gebe zu, dass mich der Kinderlärm in meinem Innenhof im Sommer total nervt. Aber dann mach ich eben das Fenster zu. Es ist richtig und gut, dass unser Haus, das aus Vorder- Hinterhaus wie Seitenflügel besteht einen kleinen Spielplatz im Hof hat. Kinder müssen spielen und toben. Mich nervt auch, dass in meiner Strasse eine Kneipe nach der nächsten aufmacht und aus der ruhigen Strasse eine Partymeile wurde. Aber Berlin ist eine Großstadt. damit muss man rechnen. Diese ganze Klagerei ist doch absurd. Interessant dabei ist auch, dass wir solche Probleme in Friedrichshain nie hatten bevor die Gentrifizierung hier Einzug gehalten hat. Wobei hier die Leute eher gegen Hundeplatz und Wagenburg klagen und auch die letzte Brachfläche noch zugebaut oder städteplanerisch umgestaltet wird.
    In Hamburg wird ja St. Pauli auch gerade sehr hip, die Mieten steigen ins unermessliche, sozial Schwache werden mit viel Geld aus ihren bestehenden Mietverträgen gelockt. Ich bin schon sehr gespannt auf die Klage, die da bevorstehen.
    Zum Schluss noch der Hinweis darauf, dass solche Klagen seit letztem jahr eigentlich keine Erfolgsaussichten mehr haben. Kinderlärm steht gesetzlich unter einem besonderen Schutz:
    http://www.bmu.de/laermschutz/doc/47439.php

    Also relax. Es wird schlicht teuer und peinlich für die Kläger.

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