Woanders – heute mal sehr journalismuslastig

Ein englischer Artikel über die Kommentare auf der amerikanischen Seite Huffington Post. Lesenswert wegen der hier noch gänzlich unvorstellbaren Zahlendimensionen. 70 Millionen Kommentare bisher in diesem Jahr, einzelne Artikel mit mehr als 100.000 Kommentaren – das ist schon mal einen Gedanken wert, was das eigentlich bedeutet.

 

Im Tagesschau-Blog ein Text über Menschen mit Migrationshintergrund in deutschen Redaktionen. Enthält den schönen Begriff „Biodeutsche“.

 

Und gleich noch einmal zum Journalismus. Ein Bericht über einen ganz normalen Fototermin und die ganz normale Unwahrheit. Interessante Frage, ob das nun wirklich normal ist, ob es dann eben eine normale Lüge ist, oder aber verständlich und verzeihlich – oder was?

 

Das hier ist amüsant, die Geschichte über den „Großen Linkfrieden“ der deutschen Onlinemedien, der gerade auf Twitter verhandelt wurde. Man muss dabei immer im Kopf behalten: Die im Artikel abgebildete Diskussion auf Twitter ist keine Parodie, das ist alles echt.

 

In ähnlichem Kontext ein Artikel über den Zustand deutscher Onlinemedien, man möchte viel nicken beim Lesen: Online Tristesse.

 

Je nachdem, welchen Medien man folgt, bekommt man zur Zeit vieles zum Thema Flüchtlinge mit. Oder eben auch nicht.  Flüchtlinge in Europa, Flüchtlinge in Deutschland. Man sollte nicht vergessen – unsere Großeltern waren auch Flüchtlinge.  Oder deren Eltern. Oder unsere Eltern. Oder die Tanten und Onkel. Sehr lange müssen in Deutschland die wenigsten nachdenken, um den eigenen Familienbezug zur Flucht zu finden. Das letzte “Weißt Du noch” dürfte nicht sehr lange her sein. Haben Sie von den 58 Toten vor Gibraltar vor ein paar Wochen gehört? Vermutlich nicht. Ist auch nur ein Beispiel von vielen.  Hier ein Blog zur Flüchtlingsfrage, auch nur eines von vielen.

 

Und dann noch: Glumm über Heroinsucht.

 

Journelle über das Leben auf dem Land. Der Titel des Beitrags, „Stadt, Land und kein Fluss“, wäre auch als Buchtitel sehr brauchbar gewesen. Klingt schon so nach Literaturpreis. Sehr feuilletonfreundliche Wortwahl, fast möchte man ihn klauen, den Titel. Aber das würden wir ja nicht tun.

 

Sibylle Berg über das Schreiben als Arbeit.

 

Neu entdeckt: SteglitzMind mit Interviews über Buchblogger und Literaturseiten. Kann man ruhig ein wenig zurück lesen, lohnt sich.

 

Und drüben bei Isa ein kleiner Einblick in die Arbeit der literarischen Übersetzung. Kommentare mitlesen, lohnt sich.

 

 

7 Kommentare

  1. Usul

    Ich möchte mich hiermit ausdrücklich über diese seit kurzer Zeit hier auftauchenden Linksammlungen bedanken! Diese sind sehr nützlich für mich, da sie in Bereiche des Netzes weisen, die ich normalerweise nicht frequentiere. Der berühmte Blick über den Tellerrand wird mir dadurch sehr vereinfacht. Danke dafür!

    Und natürlich: Weitermachen! :)

  2. Ernst

    ad 1) siehe 1.: Danke! Gibt’s viel zu selten, sowas.
    ad 2) Danke! Für herzdamengeschichten. Gibt’s viel zu selten, sowas.
    ad 3) Ich lache mich immer noch scheckig über das verlinkte “irgendwie normal bizarr”. Großartig!
    Undirgendwieundüberhaupt. #Rotweinkommentar. Danke!

  3. Ping: Maximilian Buddenbohm: Mein Medien-Menü (Folge 31) | Christoph Koch
  4. rebekka

    Ich möchte das noch einmal bekräftigen: Auch aus der Pfalz ein herzliches Danke an Sie! Tatsächlich sehr vielfältig, informativ und unterhaltsam. Allerdings könnten Sie die überaus interessanten Links im weiteren Bücher-Kontext bitte weglassen, so in Zukunft. Ich kann soviel nicht lesen…

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