Februar, 2012 Archives

29
Feb

Geschichtsstunde

by Maximilian Buddenbohm in

Sohn I fragt nach meiner Kindheit. Ich sitze an seinem Bett, er ist müde, aber aus irgendeinem Grund ist ihm eingefallen, dass ich ja auch einmal Kind war. Ich fange an zu erzählen, und anders als in meinen Büchern fange ich nicht in Travemünde an, sondern vorher, bei den Lübecker Jahren, als meine Eltern noch verheiratet waren. Dem Sohn fällt dabei erst auf, dass diese Oma und dieser Opa dann wohl irgendwie zusammengehören, darüber hatte er noch nie nachgedacht. Das ist ja ein Ding, die waren dann also zusammen meine Eltern! Ich erzähle von meinem Bruder und meiner Schwester, von meiner Großmutter und anderen Verwandten, die längst nicht mehr leben. Von dem Großonkel, der mir das Holzgewehr gebastelt hat, die Geschichte kennt er schon, und er murmelt seinen Namen, den hat er sich gemerkt. Ich erzähle vom Handwerk meines Vaters, von dem Betrieb, in dem ich als Kind schon mitgeholfen habe und den heute mein Bruder führt, denn der älteste Sohn macht weiter, das war schon immer so, das kennt man aus den Märchen. Er fragt, ob er da auch einmal arbeiten kann, nur um zu sehen, wie es ist. Ich sage, das wird sich bestimmt einrichten lassen. Und dann? Und dann? Papa, und dann?

Na, und dann die Trennung der Eltern, ich nach Travemünde, die Jahre am Strand, die Schule in Lübeck, die Fahrten hin und her mit dem Doppeldeckerbus. Ich erzähle von Sarah und wie ich ihr nachgelaufen bin, die große Kinderliebe. Der Sohn nickt ernst und flüstert einen Namen, den ich nur verstehe, weil ich weiß, worum es geht. Seine Kindergartenfreundin. Und dann? Dann schließlich mein Abitur, das Wort kennt er nicht, also das Ende der Schule, auch Schule hört wieder auf, dann Hamburg. Na, und dann ein paar Jahre auf dem Dorf, viel gearbeitet, dann doch lieber wieder Hamburg, dann seine Mutter kennengelernt, ich kürze etwas ab, die Müdigkeit des Kindes wird sichtbar größer und größer.

Der Sohn hört mit schweren Lidern zu, fragt nach, denkt und grübelt. Zählt Schuljahre an den Händen ab, stellt sich Häuser vor, in denen seit Jahren keiner aus der Familie mehr wohnt. Nimmt mit offenem Mund staunend zur Kenntnis, dass ich einmal ein eigenes Pony hatte und versteht nicht, dass ich gar nicht weiß, wo das nun begraben ist. Fragt, ob das Meer in Travemünde salzig gewesen sei und was ich denn bei Ebbe gemacht habe? Und, nach meiner Erklärung, wieso es denn bitte Meere mit und Meere ohne Ebbe gäbe? Und ob die Wellen mich nicht sehr oft umgeworfen hätten?

Ich komme aus einer seltsam geschichtslosen Familie, da geht es mir wie vielen Menschen meiner Generation, deren Eltern und Großeltern das Dritte Reich, den Krieg, die Flucht erlebt haben. Abgebrochene Lebensläufe, verlorene Kindheitsländer. Zeiten und Taten und Erlebnisse, über die keiner sprach. Ich weiß wenig, fast gar nichts über meine Großväter, die ich nie kennengelernt habe. Ich weiß wenig, außer dem Ort in Polen, wo der eine von ihnen drei Tage vor Kriegsende erschossen wurde. Ein zusammenhangsloser Ortsname, oft wiederholt. Ich weiß wenig über das Leben meiner Großmütter, die doch auch irgendwo herkamen, die auch irgendwelche Eltern hatten, die wiederum irgendwelche Berufe hatten. Keine Ahnung, das war alles nie Thema. Meine Großmütter waren immer nur Gegenwart, meine Eltern erst recht. Sie waren nie Kinder gewesen, sie hatten nie gespielt, sie hatten nie in einem anderen Umfeld gelebt. Einige wenige Szenen wurden erzählt, alle berichteten von Härte, Kälte oder Hunger. Mecklenburg, Russland, Polen, das spielte alles einmal eine Rolle, alles weg, vergangen, vorbei, verdrängt. Wenn ich den Spuren lange genug folge, führen alle in den Osten, aber ich habe gar keinen Bezug dazu. Die Mutter aus Düsseldorf, der Vater aus Lübeck, weiter reicht es nicht. Es gab bei uns keine Tradition der familiären Erzählung, ich kenne sehr wenig Geschichten aus der Familienvergangenheit. Ich habe ziemlich spät erst verstanden, dass Lübeck nicht seit Jahrhunderten die Heimat meiner Sippe ist. Ganz und gar nicht.

Sohn I fragt und fragt, und ich antworte, ich erzähle und erzähle. Ich glaube, es ist schön, wenn die Kinder Familiengeschichten kennen, ich glaube, es tut ihnen gut. Keine Ahnung, ob es stimmt. Aber Sohn I fragt so interessiert nach, er sortiert Figuren und legt Szenen zurecht. Bilder im Kopf, die jetzt zu ihm und mir gehören, Familienmythen. Er zählt noch einmal die Orte auf: Lübeck, Travemünde, Hamburg. Soll er es doch wissen was es alles an Geschichten gab, bevor es ihn gab. Was sich alles fügte, bis zum heutigen Tag, und wer alles mitgespielt hat. Man sieht ihm förmlich an, wie angestrengt er versucht, den ganzen Ablauf meiner Erzählung zu fassen. Das muss sehr schwer sein, wenn man sich Zeit noch gar nicht recht vorstellen kann.

„Und dann“, sagt er schließlich mit schon fast geschlossenen Augen, „und dann bist Du unser Vater geworden. Ist das nicht super?“

Doch. Ich glaube, es ist schön, wenn Kinder sich unter der Familiengeschichte etwas vorstellen können. Sehr schön sogar.


26
Feb

Mit freundlichen Empfehlungen

by Maximilian Buddenbohm in

Mit viereinhalb Jahren hatte Sohn I endlich genug Haare zusammen, so dass ein Friseurbesuch tatsächlich angemessen erschien. Ich hatte noch keine Erfahrung mit Kleinkindern beim Friseur, also fragte ich einfach den nächstbesten Vater auf dem Spielplatz und ging dahin, wo der auch gewesen war. Ein junger Mann hatte Zeit für uns, wirkte aber seltsam überrumpelt und schien sich nicht recht wohl bei der Sache zu fühlen. Ich verstand zunächst nicht, warum. Er guckte dauernd nervös zur Tür, während er die Löckchen des Kindes schnitt, und er wurde entschieden fahrig, als ich anfing, auf meinem Handy etwas zu tippen. Die Frisur bekam er trotzdem gut hin. Das Kind war zufrieden, ich war zufrieden – immer schön, wenn jemand sein Handwerk versteht. Ich zahlte. „Aber bitte“, sagte der junge Mann seltsam kleinlaut, „empfehlen Sie mich nicht noch weiter!“

Es gibt, erfuhr ich dann in einem längeren Gespräch, in seinem Beruf ein gewisses Risiko, unter Eltern von Kleinkindern weiterempfohlen zu werden. Woraufhin dann schlagartig sehr viele Eltern mit sehr vielen struppigen Zwergen kommen -  und nicht alle halten fromm still. Genau genommen tun die meisten das nicht. Sie zappeln, toben und schreien und werden von keifenden Müttern und brüllenden Vätern mit Schraubstockhänden an die Stühle gepresst. Köpfe werden energisch zwischen Arme geklemmt, damit Haarkunst überhaupt entstehen kann. So eine Weiterempfehlung als Kinderfriseur kann einen friedlichen Salon schnell in eine überaus turbulente Problemzone verwandeln.

„Ich kenne wirklich verdammt viele Eltern“, sage ich, „aber ich kann natürlich schweigen. Und meine Frau braucht übrigens auch einen Termin.“

Wir haben jetzt sehr, sehr attraktive Familiensonderkonditionen bei diesem Friseur. Ich weiß gar nicht, warum alle immer sagen, das Leben mit Kindern sei so teuer.


 

Dieser Text erschien als Kolumne in den Lübecker Nachrichten und der Ostsee-Zeitung

 

25
Feb

Besinnliches am Morgen

by Maximilian Buddenbohm in

Am Straßenrand liegt eine tote Taube. Mattes Gefieder, schon leicht zerfleddert, der Hals seltsam verdreht. Der Schnabel steckt halb im Boden, der hier wahrscheinlich fast nur aus Hundescheiße besteht. Die Söhne bleiben stehen und gucken. Bücken sich, gucken ganz genau. Fragen, ob die abgelebt habe? Fertig sei? Ich bejahe und lasse ihnen Zeit, sich das in Ruhe anzusehen. Eine großmütterliche Passantin bleibt stehen, beugt sich runter und fängt ungefragt an, den Jungs das Leben und den ganzen Rest zu erklären: „Wisst ihr Kinder, wir leben ja nicht immer. Wir müssen alle  mal sterben, nicht wahr?“

Sohn II sieht sie ernst an und sagt: „Ja. Du auch. Du bist alt.“

Und da ist die Dame dann doch lieber schnell ohne weitere Erklärungen gegangen .

 

24
Feb

Kleiner Hinweis am Rande

by Maximilian Buddenbohm in

Meinem aktuellen Buch ist ein Motto des von mir sehr verehrten Rainald Grebe vorangestellt. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass jemand die Textstelle nicht sofort richtig zuordnen kann – sie entstammt diesem Lied über die 90er Jahre, in denen auch das Buch spielt.

23
Feb

Die Eltern kündigen den abendlichen Besuch des Babysitters an…

by Maximilian Buddenbohm in

Theorie

Die Eltern kündigen den abendlichen Besuch des Babysitters an, die Eltern wollen ins Theater. Das Kind hört zu und weint dann leise vor sich hin.  Die Eltern nehmen sich Zeit und führen ein ernstes und langes Gespräch mit dem Kind, sie stärken sein Selbstbewusstsein, nehmen Ängste, schaffen Vorfreude. In einem konstruktiven Dialog wird der Besuch des Babysitters vom Schreckensszenario in ein freudvolles Bild umgewandelt. Danke, setzen, sehr gut.

Praxis

Die Eltern kündigen den abendlichen Besuch des Babysitters an, die Eltern wollen ins Theater. Das Kind hört zu und weint dann leise vor sich hin.  Die Eltern nehmen sich Zeit und führen ein ernstes und langes Gespräch mit dem Kind, sie stärken sein Selbstbewusstsein, nehmen Ängste, schaffen Vorfreude. In einem konstruktiven Dialog wird der Besuch des Babysitters vom Schreckensszenario in ein freudvolles Bild umgewandelt. Das Kind weint gänzlich unbeeindruckt weiter und verzweifelt zusehends.  Ein plausibler Grund für dieses Verhalten ist nicht erkennbar. Babysitter bekannt, Babysitter super, Kind gesund, Lieblingsessen im Kühlschrank. Die Eltern wechseln aus Zeitgründen zu aus Film und Fernsehen bekannten Verhörmethoden, um der Ursache für den neuen Spleen des Kindes auf die Spur zu kommen. Entdecken dabei eine ganz neue und existentielle kindliche Angst, zu der es vermutlich noch gar keine Fachliteratur gibt, eine Lücke, die es schnellstens zu schließen gilt.  Ein neues Problem der modernen Zeit, ein neues und bedrohliches Schrecknis für unschuldige Kinderseelen. Die Eltern kündigen den abendlichen Besuch des Babysitters an. Das Kind hört zu und weint dann leise vor sich hin. Und wir wissen jetzt auch warum. Es ist tragisch, aber irgendwie nachvollziehbar. Das Kind leidet so furchtbar unter der Angst, der Babyistter könnte eventuell nicht wissen, wie ein iPad angeht.

Den Fachbegriff mit griechischer Wortwurzel darf hier gerne jemand vom Fachpublikum einwerfen. Danke.


 

20
Feb

Gucken Sie mal

by Maximilian Buddenbohm in

Ich verlinke sonst nicht auf Rezensionen zu meinen Büchern, aber die hier ist so schön, da muss das einmal sein.

Ansonsten wird es noch ein paar Tage eher sehr ruhig hier zugehen. Arm kaputt. Da merkt man dann im wörtlichen Sinne, das man so ein Blog doch nicht mal eben mit links betreiben kann, wenn der rechte Arm nicht mitspielt. Eine ganz linke Numer, so ein rechter Schaden. Vor vier Jahren war es der linke Arm, jetzt ist der andere. Vielleicht sollte ich mit der Nase tippen üben? Es bleibt spannend.

18
Feb

Signierte Bücher?

by Maximilian Buddenbohm in

Mein neues Buch „Marmelade im Zonenrandgebiet“ ist demnächst sicher auch in Ihrer Buchhandlung vorrätig, wenn es bei Ihnen denn überhaupt noch Buchhandlungen gibt, haha, kleiner Scherz.  Sie könnten es dort kaufen gehen, Sie können es aber auch direkt bei mir bestellen, das hätte den charmanten Vorteil, dass ich Ihnen etwas hineinschreiben könnte. Der Versand kann in wenigen Tagen beginnen, ich warte nur noch auf die nächste Verlagslieferung. Wenn Sie bereits jetzt bei mir bestellen möchten, mailen Sie an maximilian Punkt buddenbohm @ gmx Punkt de und ich erkläre Ihnen gerne, wie es am einfachsten geht.

Eine Beschreibung zum Buch finden Sie zum Beispiel bei Amazon, wenn Sie bitte oben rechts einmal klicken wollen. Dort erhalten Sie das Werk auch als total praktisches E-Book, das kann ich Ihnen dann aber leider nicht signieren.

Wenn Sie ein anderes meiner Bücher auf diese Art direkt bei mir erwerben möchten, oder gleich mehrere, auch in gewagten Kombinationen – wir können über alle Varianten reden.

17
Feb

Die Würdigung des Dichters im heimischen Kreise

by Maximilian Buddenbohm in

Sohn I: „Hier liegen ja Bücher herum. Warum liegen denn hier die ganzen Bücher herum?“
Ich: „Oh, ich hab ein neues Buch geschrieben, und das hier sind die Exemplare für mich, die wurden gestern Abend geliefert. Das nennt man Belegexemplare.“
Sohn I: „Schön, aber die müssen doch nicht da liegen, wo ich frühstücken will. Räum das jetzt weg!“

12
Feb

Die letzte Diva

by Maximilian Buddenbohm in

Google sagt:

Whitney Houston
Elizabeth Taylor
Lola Müthel
Sophia Loren
Angelica Domröse
Hildegard Knef
Marianne Faithfull
Christian Ude

11
Feb

Was zum Mann gehört

by Maximilian Buddenbohm in

Da stehen Menschen an Bushaltestellen, die haben so viel Kleidung angezogen, dass die Figuren schon rundlich sind. Als ihre Großeltern damals übers Haff in den Westen gekommen sind, da hatten die auch nicht mehr angehabt. Alles was man hat! Bei den Temperaturen fällt die Wahl vor dem Kleiderschrank endlich wieder leicht. Minus 10, minus 15, das rechtfertigt noch den seltsamsten Look. Die Frauen tragen Hosen über Leggins über Strumpfhosen, die in dicken Wollsocken stecken, mit denen man in Stiefel schlüpft, die man früher nur nachts auf der Reeperbahn getragen hat. Alles egal! Hauptsache, nicht mehr frieren. Abends entblättern sich die Pärchen im Schlafzimmer, ein langwieriger Prozess, Stück um Stück fällt von den Körpern ab und dann zieht die Frau mit kritischem Blick die Augenbrauen zusammen: Der Kerl hat eine lange Unterhose an! Wie das aussieht! Sind wir modisch denn völlig verlottert? Ob er sich nicht schämt, mit den grauen Liebesstötern? Skiunterwäsche, murmelt der Mann entschuldigend und hämisch kichert die Frau, während sie ihre schwarze, dicke  Strumpfhose zusammenrollt, die immer gut aussieht, immer gut sitzt, immer attraktiv ist. Dem Mann schlabbert es baumwollig unschön um die Schenkel, er weiß es, er steht bedröppelt vor der auch im Winter so sehenswerten Gemahlin. Er zieht sich schnell aus und friert lieber. Die Frau liest ein Frauenmagazin, da steht drin, dass Männer in langen Unterhosen, also wirklich, grotesk. Sie nickt und zeigt den Artikel ihrem Mann. Der Mann seufzt und reibt die kalten Beine. Ach, wenn Haare wärmen würden!

Es ist wieder Zeit, den Tatsachen ins Auge zu sehen, Ladies. Es ist verdammt kalt draußen. Entweder ihr habt Männer in langen Unterhosen, oder ihr habt bald gar keine mehr. Augen zu und durch.

 

Dieser Text erschien als Kolumne in den Lübecker Nachrichten und der Ostsee-Zeitung.


 

8
Feb

Bitte vormerken – Lesung in Hamburg

by Maximilian Buddenbohm in

“Save the date”, wie wir in den gentrifizierten Stadtteilen sagen. Die traditionelle Frühlingslesung Tirili, diesmal mit Isabel Bogdan, Nils Mohl und mir. Musik von Harald Kösser, Moderation Ina Marinescu. Das wird super.

6
Feb

Was man bei Kälte auch tun kann

by Maximilian Buddenbohm in

Während auf Facebook und Twitter sinnige Meldungen zu Kältebussen für Obdachlose in Großstädten herumgereicht werden, die teilweise schlicht falsch und irreführend sind, und viele Menschen anscheinend die angeblichen Telefonnummern dieser Busse im Handy abspeichern und meinen, damit schon Gutes zu tun – währenddessen kann man auch zu nützlicheren Taten finden. Einer unserer Nachbarn war zum Beispiel bei der Bahnhofsmission, die hier bei uns um die Ecke ist, und hat gefragt, was gerade dringend gebraucht wird. Das waren, sehr naheliegend, Schlafsäcke. Es wurde dann in der direkten Nachbarschaft nur mal eben via Facebook gesammelt und es kam in zwei, drei Tagen genug Geld für 24 Schlafsäcke zusammen. Einfach so. Ganz direkt, ganz simpel, ganz ohne Verwaltungskosten. Bestellt, bezahlt, hingebracht. Ganz schnell. Das geht vielleicht auch in Ihrem Stadtteil?

Wir haben über 80 Mietparteien in allernächster Nachbarschaft über Facebook erreichbar und man kann von dem Netzwerk halten, was immer man möchte – es hat schon auch sehr greifbare Vorteile.

6
Feb

Gnadenloses Merchandising der Militanten Stubenhockerfraktion

by Maximilian Buddenbohm in

Auf vielfachen Wunsch gibt es jetzt Tasse, T-Shirt etc. mit dem Logo der Militanten Stubenhockerfraktion hier im Shop zu kaufen, damit man die richtige Gesinnung auch aufrecht in allen Lebenslagen demonstrieren kann. Auf bedruckte Outdoorkleidung haben wir aus naheliegenden Gründen verzichtet. Bitte klicken Sie die Tasse an.

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6
Feb

Alstereis

by Maximilian Buddenbohm in

Das Betreten des Alstereises wurde heute auf eigene Gefahr freigegeben. Hier zur Erinnerung an die letzten Tage auf dem Alstereis, die nur zwei Jahre her sind, ein Bild aus diesem Winter.

5
Feb

Gründung der Militanten Stubenhockerfraktion

by Maximilian Buddenbohm in

Wir haben es wirklich lange friedlich versucht, einfach drinnen zu bleiben und Euch zu ignorieren. Ihr habt aber einfach nicht aufgehört, uns mit „Schönem Wetter“ vollzutexten, von „Frischer Luft“ zu jubeln und von den Freuden der Bewegung bei minus fünfzehn Grad. Es reicht. Nein, wir möchten nicht spazieren gehen, wir möchten nicht aufs Eis, wir möchten nicht in den Schnee, nein. Akzeptiert die Wahrheit: Es ist nicht schön draußen, es ist rattenkalt.

Wir rufen Euch jetzt mit maximaler Entschlossenheit ein kampfbereites „Wir möchten hier einfach nur sitzen!” zu. Und zwar in geheizten Räumen, auf gepolsterten Möbeln. Zigtausend Generationen Evolution der Menschheit, um sich immer noch in freier Natur die Nase abzufrieren? Geht’s noch?

Militante Stubenhockerfraktion

 

Lasst uns in Ruhe. Geht draußen spielen, aber tut es leise. Vielleicht möchten wir gerade ein wenig schlafen.

Der Beitritt zur Militanten Stubenhockerfraktion erfolgt berückend einfach durch Kommentare unter diesem Text, dafür muss man nicht einmal zum Briefkasten. Die Grafik darf gerne mitgenommen und verteilt werden.

(Mit Dank an Giardino für den Entwurf zur Grafik)