Juni, 2011 Archives
Jun
Danke
by Maximilian Buddenbohm in
Verblüffend passend zum letzten Eintrag war heute wieder ein Geschenk für die Söhne in der Post, der Leser M.H. schickte das Buch „Anton und die Mädchen“. Ganz herzlichen Dank! Ich habe das Buch vorhin auf dem Spielplatz ausgepackt und mehrmals mit einem ganzen Rudel dreijähriger Jungs gelesen. Danach lange und wilde Diskussionen über die Moral der Geschichte (Mädchen stehen nicht auf machomäßige Angeber). Die Jungs halten mich jetzt alle für bekloppt.
Jun
Toujours l’amour
by Maximilian Buddenbohm in
Sohn I erzählt mit leuchtenden Augen, dass er mit einem Mädchen geknutscht habe. Ich frage natürlich nach dem Namen, denn es ist nicht ganz einfach, bei seinen Affären halbwegs die Übersicht zu behalten, da muss man sich als Vater schon etwas Mühe geben. Ich stelle erstaunt fest, dass ich das Mädchen gar nicht kenne. Sie ist noch recht neu im Kindergarten, das war dann ja eine schnelle Entwicklung. Seine vorherige Freundin hat er anscheinend an den besten Kumpel abgetreten, das läuft da alles sehr friedlich und zivilisiert ab, auch wenn der beste Kumpel noch gar nicht allzu begeistert wirkt. Na, man arrangiert sich eben. Das neue Mädchen hat ihn also geküsst. „Und dann ist sie aber schnell weggelaufen!“ sagt er und deutet mit den Händen an, wie schnell sie gelaufen ist. Es sieht ziemlich schnell aus. „Oh“, sage ich und bereite mich geistig auf ein Trostgespräch unter Männern vor, eines Tages musste das ja kommen, das war mir schon seit Monaten klar, „das tut mir jetzt aber leid. Das war bestimmt sehr blöd für dich, was?“ Liebeskummer unter Kleinkindern. Wenn dieses Gespräch noch länger dauert, werde ich wahrscheinlich vor Rührung schmelzen. „Nein“, sagt Sohn I sehr sachlich, „sie ist nur weggelaufen um Anlauf zu nehmen. Für den nächsten Kuss.“
Ich mache mir dann erst einmal keine weiteren Sorgen.
Jun
Kurz vorausgeträumt
by Maximilian Buddenbohm in
Ich bin überzeugter Stadtmensch, ich mag es, nicht auf dem Land zu wohnen. Städte sind toll, man kann an Bahnhöfen und Tankstellen einkaufen gehen, man findet immer eine offene Kneipe, einen Club, ein Theater, ein Kino – also alles, für das man eh nie Zeit hat. Aber es ist beruhigend zu wissen, dass es da ist. Auf dem Land schreit nachts das Käuzchen und sonst ist man umgeben vom beinharten Nichts, dafür muss man geboren sein. Ich bin es nicht. Städte sind toll, nur die Autos stören. Autos parken alles zu, machen Krach und stinken, sie zerstören das Stadtbild und bringen mehr Leute um als die meisten gängigen Viren zusammen. Wenn es keine Autos gäbe, dann wären Städte noch toller. Man würde beim Bummeln nicht überfahren werden, man könnte sein Fahrrad vernünftig parken und die Kinder und Hunde ohne Leine laufen lassen. Himmlisch! Obwohl – wenn es keine Autos gäbe, dann würden die Menschen den Nahverkehr nutzen. Sie würden zum Bahnhof müssen, zum Flughafen, zum ZOB. Sie würden mehr gehen als jetzt und sie würden alle einen Rollkoffer hinter sich herziehen. Menschen, die heute für noch so kurze Zeit verreisen, ziehen unweigerlich einen Rollkoffer hinter sich her, manche sogar dann, wenn sie nur einen Termin im Büro nebenan haben. Sie haben ein Mäppchen zu tragen? Nehmen sie doch einen Rollkoffer! Ein Rollkoffer auf Straßenpflaster macht mehr Lärm als ein Porsche Cayenne. Mit einem einzigen Rollkoffer kann man mühelos einen ganzen Straßenzug aus dem Schlaf reißen, die meisten werden das kennen. „Was ist los, kommen die Russen?“ „Nein Schatz, die Nachbarin geht zum Bahnhof.“ „Na., dann ist es ja gut.“
Eine Stadt ohne Autos scheint auch keine Lösung für das Lärmproblem zu sein. Utopien sind auch nicht mehr, was sie mal waren.
Dieser Text erschien als Kolumne in den Lübecker Nachrichten und der Ostsee-Zeitung.
Jun
Wochenende
by Maximilian Buddenbohm in
In Hamburg sind übrigens wieder Harley-Days. Und drüben im Westen ist übrigens wieder ein neues Wochenhoroskop von mir online. Viel Spaß.
Jun
Reisebericht Eutin
by Maximilian Buddenbohm in
Gestern also in Eutin gelesen. Das ist für mich, der ich ja eine gewisse Aversion dagegen habe, auch nur meinen Stadtteil zu verlassen, schon eine besondere Aktion. Ich bin mit dem Zug gefahren. Mit dem Zug fahre ich nur äußerst selten, ich finde das immer sehr interessant. Ich weiß, dass die meisten Leser wahrscheinlich irgendeinen aktuellen Grund haben, über die Bahn zu jammern, ich habe aber in der Regel Glück. Meine Züge fahren wundersam pünktlich in die richtigen Orte, das Zugpersonal ist normal freundlich, die Klimaanlage funktioniert und die Wagen sind beleuchtet. Vermutlich ist es angeboren, in Zügen Glück oder Pech zu haben. Ich finde meine Mitreisenden meistens auf die eine oder andere Art spannend (siehe dazu auch der alte Bericht „Mit dem Nussknacker nach Heiligenhaus“) und werde gewöhnlich bestens unterhalten. Vollkommen unvergesslich etwa die alte Bäuerin, die einmal auf einer Fahrt nach Husum neben mir saß und ihrer Freundin aus ihrem Leben erzählte. Den wunderbaren Satz „früher war mein Mann bei jeder Besamung dabei“ vergesse ich wahrscheinlich mein Leben lang nicht. Nachdem sie damals den Hof verkauft hatten, erzählte sie, machten sie eine Hundepension auf, die sehr gut lief, bis ihr Mann anfing, hin und wieder wahllos Gäste zu vergiften, das hatte keine günstige Werbewirkung. Es dauerte eine Weile, bis sie darauf kam, dass ihm ein paar Drähte durchgeglüht waren, wie sie sagte. Sie erzählte es so, als hätte er eine nur mal eben eine Grippe gehabt. Schicksale, man macht sich keinen Begriff. Sollte ich jemals keine Ideen für Geschichten mehr haben, ich würde einfach mit den Regionalexpresszügen in der Hamburger Region tagelang durch die Gegend fahren, das dürfte schnell für ein neues Buch reichen.
Im Regionalexpress nach Eutin sitzt ein älterer Herr neben mir, der mich darüber aufklärt, dass Eutin auch „Weimar des Nordens“ genannt wird, das hatte ich noch nie vorher gehört. Er erzählt, welche deutschen Klassiker da gewirkt haben, Komponisten, Maler, Dichter, der Mann kennt sich aus. Eine Frau neben ihm ist auf Besuch aus Süddeutschland, sie nennt ihren Heimatort, der alte Mann murmelt die wichtigen Bibliotheksnamen der Gegend, aus der sie kommt. Wir kommen ins Gespräch, ein paar Minuten später ist schon mein erstes Buch verkauft, frisch aus dem Rucksack, das erlebt man als Autor auch nicht gerade alle Tage. Eutin, denke ich, Eutin fängt ja nett an.
Ich kannte Eutin bisher nicht, deswegen bin ich extra früher hingefahren, damit ich es mir ein wenig ansehen konnte. Ein Ort von überzeugender Hübschigkeit. Der Schlosspark im Regen ein verzauberter Anblick, ich war der einzige Mensch weit und breit, nur ich und die klassischen Statuen. Ich wandere über aufgeweichte Wege durch den Park, mir ist wundersam entspannt zumute, meinem Anzug leider auch bald. Meine Schuhe sehen aus, als wäre ich zu Fuß aus Hamburg auf Schleichwegen nach Eutin gelaufen, ich flüchte in eine Kneipe und restauriere mich so gut es geht.
Ich habe mittlerweile einige Erfahrung mit Lesungen in Hamburg, deswegen kann ich Auswärtslesungen ganz gut mit den Heimspielen vergleichen. Nehmen wir an, in Hamburg wäre eine Lesung angesetzt, sie soll um 19:30 beginnen. Dann würden die Gäste ab 19:30 eintrudeln, vor der Tür stehen und rauchen und trinken. Gegen 20 Uhr würde man anfangen, als Veranstalter ein wenig zu drängeln, woraufhin etliche Menschen noch eine letzte Zigarette rauchen müssten. Um 20:15 würde man als Autor versuchsweise am Mikrophon das eine oder andere Geräusch produzieren, die Gespräche im Publikum würden langsam, betont langsam verstummen, man lässt sich hier nicht gerne hetzen. Bis etwa 20:30 wäre es noch eine etwas unruhige Lesung, denn die Gäste würden sich noch schnell mit Getränken versorgen, während die erste Geschichte vorgetragen wird. Auch die Lesung in Eutin war auf 19:30 angesetzt. Um 19:25 kamen alle Gäste im Gänsemarsch herein, nahmen sich ein Getränk, setzten sich auf die abgezählten Stühle, wurden schlagartig still und sahen mich erwartungsvoll an. „Wir sind komplett“ sagten die äußerst netten Veranstalter um 19:30 und nickten mir zu.
Wenn man in Hamburg nach der Lesung Bücher signiert, kommen die Menschen mit ihrem Exemplar an den Tisch, halten es einem aufgeschlagen hin und sagen etwas in der Art von: „Schreiben Sie bitte „Für Priscilla Molesworth aus Addlethorpe, mit herzlichen Grüßen, ja?“ Dann lässt man sich alles buchstabieren und schreibt dabei am besten so undeutlich, dass kleinere Schreibfehler nicht auffallen. Der nächste Leser möchte ein Buch für Cheyenne Kowalsky mit Ypsilon vorne und hinten, haha, und das geht so weiter. Keltische Namen, indische Namen, friesische Namen, finnische Spitznamen. In Eutin kamen die Menschen nach der Lesung auch an den Tisch, hielten mir das Buch hin und sagten: „Für Erika“. „Wie, nur für Erika?“ sagte ich verblüfft, ich wartete auf den Teil, der buchstabiert werden musste. „Nur für Erika“, hörte ich noch einmal. Und beim nächsten Leser: „Für Ulrike“. „Ulrike mit kh oder sonst irgendeinem Trick?“ fragte ich skeptisch. Nein, Ulrike einfach so. Keine Tricks in Eutin.
Eutin ist total super.
Jun
Rückversicherung
by Maximilian Buddenbohm in
Sohn I: „Papa, ist Blau blau?“
Ich: „Ja, mein Sohn, Blau ist ziemlich blau.“
Sohn I: „Gut. Dann möchte ich bitte was Blaues anziehen.“
Jun
Hinweis am Rande
by Maximilian Buddenbohm in
Meine vierzehntägig erscheinende Sonntagskolumne “Der moderne Mann” in den Lübecker Nachrichten und der Ostsee-Zeitung verschiebt sich diesmal um eine Woche, mein üblicher Platz musste einem wirklich wichtigen, brandaktuellen Thema weichen. Ich glaube, es war Frauenfußball.
Jun
Wochenende
by Maximilian Buddenbohm in
Und drüben im Westen ist wieder ein neues Wochenhoroskop von mir online. Viel Spaß.
Jun
Terminhinweis
by Maximilian Buddenbohm in
Ich lese nächste Woche Mittwoch, am 22.06.2011, um 19:30 im „Weingeist“ in Eutin (Markt 9a) aus „Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein“. In Eutin war ich vermutlich noch nie. Kenne ich da jemanden? Kennt mich da jemand? Nein, wie ist es immer spannend!
Jun
Cool
by Maximilian Buddenbohm in
Sohn I hat jetzt ein Skateboard. Wenn Dreijährige Skateboardfahren geht das so: Er teilt mir in hysterischem Tonfall mit, dass er heute skateboardfahren möchte. Da ich dazu rein theoretisch nein sagen könnte, gerät er bereits bei der Frage etwas in Panik und weint schon einmal ein wenig, quasi prophylaktisch. Ich beruhige ihn und erkläre, dass wir ruhig Sport machen könnten, gar kein Problem. Dummerweise tut sich der Sohn aber jetzt schon so sehr selber leid, dass er erst einmal ausführlich getröstet werden muss. Dann suchen wir beide das Sportgerät, dass er am Abend vorher Gott weiß wo gelassen hat. Das dauert etwa zwanzig Minuten, schließlich finden wir es in einem Blumentopf vor der Haustür, logisch eigentlich, wo auch sonst. Er sieht es sich genau an und diskutiert mit mir zum wiederholten Male die Bebilderung der Rückseite, da ist nämlich ein stilisierter Saturn drauf und ein Außerirdischer, beides macht ihm schwer zu schaffen. Wieder und wieder wägt er die Ähnlichkeiten von Außerirdischen, Monstern und Schnecken ab, immer noch einmal erstaunt ihn die Ähnlichkeit von Planeten mit Bällen und Ringen. Ich erkläre geduldig das Dargestellte, er fasst es schließlich stolz mit „auf meinem Skateboard sind zwei Welträume“ zusammen, es vergeht eine weitere halbe Stunde. Dann suchen wir den Helm, dann suchen wir den Rest des Zubehörs, alles findet sich an strategisch verteilten und etwas überraschenden Stellen des Haushalts. Wir gehen auf den Platz vor der Kirche, da kann man ganz gut üben, da üben auch die Großen, die schon Waveboard fahren und auf kleine Skater mitleidig herabsehen. Ein Waveboard ist noch toller als ein Skateboard, also müssen wir den Großen erst einmal eine Weile zusehen, immerhin verkörpern sie den nächsten Karriereschritt, da muss man schon genau aufpassen. Dann könnten wir eigentlich anfangen, mit dem Skateboard zu üben, allerdings sind gerade keine Kumpels von Sohn zu sehen, und welchen Sinn hätte es denn bitte, ohne Zuschauer auf einem Skateboard zu stehen. Wir warten ein Weilchen, bis die Jungs vorbeikommen, dann legen wir den Helm an. Klick und fertig, so ein Helm geht tatsächlich schnell. Dann fehlen nur noch Handgelenkschoner, Knieschoner und Ellenbogenschoner, wobei die letzteren fast gleich aussehen. Ich denke des längeren darüber nach, was da wohl wie und wohin gehören könnte, welches links und welches rechts, welches oben, welches unten, währenddessen gehen die Jungs gelangweilt lieber erst einmal Ball spielen. Nachdem ich das Rätsel der diversen Schoner gelöst habe und das Ballspiel endlich vorbei ist, fummele ich die Teile über die Arme und Beine von Sohn I, was verblüffend schwierig ist und mit wilden Diskussionen verbunden ist, ob alles wirklich so gehört, gefolgt von dem Vorwurf, die Rüstung würde an diversen Stellen kratzen. Ich justiere alles endlos, bis der kleine Held zufrieden ist, dem allerdings jetzt etwas unter dem Helm juckt, der also noch einmal herunter muss. Helm ab, Helm auf. Dann endlich der große Moment: Er geht zu seinem Skateboard, sieht sich um, ob auch alle gucken, steigt darauf, sieht sich noch einmal um und wackelt dann dezent mit dem Po. Das Skateboard bewegt sich dadurch langsam etwa vier Zentimeter nach vorne. Sohn I lässt sich johlend fallen, rollt theatralisch über den Boden, steht wieder auf und fragt seine Freunde atemlos: „Das war cool, oder? War das cool?“ „Ja“, sagen die Freunde und nicken tatsächlich mit verbindlichem Ernst, das sei wirklich sehr cool gewesen. Ob sie jetzt denn auch mal dürften? Sohn I hält ihnen das Skateboard gönnerhaft hin. Ich schlichte kurz darauf eine Schlägerei unter den Kandidaten, die natürlich alle gleichzeitig fahren wollen. Nachdem in endlos erscheinenden und beinharten Verhandlungen eine Reihenfolge der nächsten Sportler festgelegt wurde, fange ich an, die Rüstung von Sohn I zu pflücken, denn man kann fremde Kinder ja schlecht ohne Helm und Schoner auf ein Skateboard lassen. Ich nehme Sohn I alles ab, der dabei darauf besteht, dass die Druckstellen an seinen Armen und Beinen eingehend gewürdigt werden. Ich lege einem seiner Kumpel alles an. Der Kumpel fängt dabei noch einmal an, mit mir zu diskutieren, welches Teil wo genau hingehört, er hat zu allem eine sehr eigene Meinung. Als er fertig ausstaffiert ist, fragt er mich nach einem Spiegel, er möchte bitte wissen, wie er aussieht, wer könnte das nicht verstehen. Einen Spiegel habe ich aber nicht, also versucht er, sich in den Glastüren der Kirche zu betrachten. Das ist allerdings gar nicht so einfach, da muss man erst etwas herumexperimentieren, um den richtigen Winkel zu finden. Dann stolziert er über den Kirchenvorplatz, springt er einmal über das Skateboard und fragt seine Freunde, ob das cool war. Ja, sagen die Freund einhellig, sehr cool. Das wollen sie jetzt alle auch einmal machen. Sie sehen mich erwartungsvoll an. „Wir fahren Skateboard!“ ruft Sohn I der vorbeigehenden Nachbarin zu, Triumph in der Stimme.
Als wir das Skateboard gekauft haben, da hatte ich noch gedacht, das sei ja ein außerordentlich praktischer Sport – einfach drauf und zack. Keine Vorbereitungszeit, keine Verabredungen, keine Komplikationen. Na, was man eben so denkt.
Jun
Kindheit 2.0
by Maximilian Buddenbohm in
Ich: „Da hat um die Ecke ein neues Geschäft aufgemacht , wollen wir uns das mal ansehen?“
Sohn I: „Ja! Zeig!“
Ich: „Äh, wo gehst du hin?“
Sohn I: „Zum Computer? Bilder vom Geschäft angucken?“
Ich: „Ich dachte, wir gehen da richtig hin. Vor die Tür und so.“
Sohn I: „ Oh.“
Jun
Post!
by Maximilian Buddenbohm in
Vielen Dank übrigens an diejenigen, die hier vom Wunschzettel der Jungs Gebrauch machen und uns Geschenke schicken. Da ich mir nicht sicher bin, ob eine namentliche Nennung erwünscht ist, winke ich hier einmal pauschal in die Runde der Gebenden – die Jungs finden das großartig und sie haben ein ganz ungewöhnlich herzliches Verhältnis zum Paketboten. Oder, wie Sohn I gestern sagte, als es klingelte: “Bestimmt für mich.”
Jun
Wochenende
by Maximilian Buddenbohm in
Und drüben im Westen ist wieder ein neues Wochenhoroskop von mir online. Viel Spaß.
Jun
Aufrüstung, Abrüstung
by Maximilian Buddenbohm in
Es ist früh am Morgen, die Söhne stolpern kreischend aus dem Fahrstuhl und stürmen aus der Haustür. Hüte fliegen in die Luft, Rucksäcke baumeln an nur einem Riemen, Jacken hängen auf Halbmast an schmalen Schultern, lose Schnürsenkel künden von Eile. Die Sonne scheint, die Büsche um den Spielplatz funkeln noch regennass vom letzten nächtlichen Guss in blendendem Grün, die Amseln toben schimpfend durchs tropfende Laub, ein Mops auf Morgenrunde wendet sich indigniert von den Krachvögeln ab, sein Herrchen ebenso.
Ein neuer Tag voller Abenteuer liegt vor den beiden Jungs. Sohn I sammelt Stöcke auf, einen sehr langen und einen sehr kurzen, also einen für sich und einen für den kleinen Bruder. Er drückt Sohn II das wichtige Accessoire, ohne das man als Junge besser nicht aus dem Haus geht, in die Hand, sieht sich zufrieden um und stellt fest: „Okay, wir haben ein Laserschwert und eine Pistole…“ Sohn II nickt begeistert, schwenkt seinen Stock und sagt: „…tole.“ Er wiederholt gerne die letzten Silben von allem, was der große Bruder sagt. „Ein Laserschwert und eine Pistole“, wiederholt Sohn I und wirft mir einen prüfenden Blick zu: „Und sonst haben wir ja auch noch Papa. Jetzt aber los.“ „Jessabalos“, sagt Sohn II. Und dann rennen sie schreiend los und sehen nach, ob hinter der nächsten Ecke nicht vielleicht ein Monster lauert.
Mit anderen Worten, wir gehen jetzt endlich ohne Buggy zum Kindergarten. Nach drei Jahren zum ersten Mal wieder ohne Gefährt unterwegs. Ich fühle mich wie entwaffnet. Und versuche mich zu erinnern, wie Einkaufen ohne Kinderwagen geht. Wohin mit dem ganzen Zeug?
Jun
Das Rosinenbrötchen
by Maximilian Buddenbohm in
Zum Erscheinen meines neuen Buches „das Rosinenbrötchen oder es ist alles nur eine Phase“ haben wir eine Facebookseite für meine Bücher im SUV-Verlag eingerichtet, die findet man hier. Dort werden ab morgen 5 der neuen Bücher verlost, natürlich signiert von mir und auch von Sohn I, der davon ausgeht, dass dieses Buch ein Gemeinschaftswerk von ihm und mir ist. Und so falsch liegt er damit auch gar nicht, wie man beim Lesen an einer gewissen Stelle bemerken wird. Wenn Sie bei Facebook sind, sehen Sie doch einmal auf der Seite vorbei.
Das Buch ist ab morgen oder im Laufe der Woche im Buchhandel, Sie können es in jeder Buchhandlung kaufen oder bestellen – oder natürlich auch direkt bei mir. Schreiben Sie mir, wenn Sie daran Interesse haben, bitte eine Mail, dann antworte ich Ihnen mit den Details.







