Unfassbar. Wir sprechen über ca. 100 EUR im Monat, die nicht aufgetrieben werden können, um armen Kindern ein vollwertiges Mittagessen zukommen zu lassen. Die Gesamteinnahmen der Stadt Mannheim summieren sich für 2011 laut Haushaltsplan übrigens auf 1.076.538.000. Allein das Budget des Oberbürgermeisters liegt bei über 3 Millionen EUR.
Es ist einfach unfassbar, was sich in unserem Land abspielt und es interessiert offenbar keinen Politiker von Rang…Und die Masse schweigt und duldet.Sunni
Es freut mich, daß die Agenda 2010 wirkt!
Mit Olaf Scholz wurde jüngst in Hamburg ein Verfechter ebendieser Agenda bestätigt. Die Umsetzung war also richtig. Bald wird auch in Hamburg der Markt obsiegen!
Ich finde auch, dass das zum Heulen ist, aber vom Jammern wird niemand satt. Hat jemand eine Idee, wie ich eine Patenschaft für eines dieser Kinder übernehmen kann?
Es ist tatsächlich unglaublich, dass Kinder so etwas erleben müssen. Und ganz klar, Politik und Gesellschaft müssen Wege finden dieses zu verhindern. Das ist aber eine wahnsinnige Herausforderung. Denn die Frage ist, wo und wie kann man wirklich gerecht ansetzen?
Der, der das Essen liefert sollte auch sein Geld bekommen. Und @Guido trotz großer Haushalte, können die Kommunen und der Staat als Ganzes nicht überall da einspringen, wo “mal € 100 fehlen”. Denn die Summe würde jeden Rahmen sprengen.
Die Konrektorin wird im Artikel, wie folgt zitiert. “Man müsse den Kindern helfen, deren Eltern ihren Erziehungsauftrag nicht ausübten”. Daher gehe ich davon aus, dass das Geld für die Bezahlung des Essens grundsätzlich in der Familie vorhanden ist. Trotzdem möchte ich den schwarzen Peter nicht der Familie, den Eltern zuschieben. Denn diese sind, wie mir ein langjähriger Mitarbeiter eines “Sozialamtes” mitteilte, oft nicht in der Lage, die ihnen zugewiesenen Mittel zu verwalten. Oft wäre das Geld schon am Monatsanfang ausgegeben, was einen ganzen Monat reichen sollte uns auch könnte. Selbst wenn diese Familien mehr bekämen, wäre die Situation die gleiche.
Damit bliebe die Idee der Grünen, dass die Arbeitsagentur das Geld für das Essen direkt an die Einrichtung oder den Essenslieferanten zahlen sollte. Neben der Diskrimierung derjenigen, die ihr Geld und das der Kinder gut verwalten, steht da der Verwaltungsaufwand im Raum.
Wer kennt einen für alle gerechten und bezahlbaren Weg?
“Gerecht” ist, fürchte ich, sowieso eine Illusion. Aber das Schlimme in diesem Fall ist ja, dass es *die Kinder* sind, die nichts zu essen bekommen, weil die Erwachsenen es nicht schaffen, Geld von A nach B zu bringen.
Man fragt sich doch ernsthaft: wenn die Stadt bisher das Inkasso des Essensgeldes übernommen hat, warum sie es nicht weiter tut.
Dafür mag nun kein Budget mehr vorhanden sein, aber das ist ja selten von gestern auf heute so, sondern gemeinhin früher bekannt. Die Notsituation in der momentan Lehrer und Schüler gleichermaßen stecken wäre nicht notwendig, wenn man im Vorwege bereits versucht hätte, eine finanzielle Lösung zu finden. Bzw. die Stadt es zunächst auslegt und dann von den Familien oder vom “Sozialamt” sich wiederholt. Letzlich geht es ja auch nur ums Umbuchen von Geldern.
Oder doch darum, dass der Sozialstaat das Essen (für Kinder mit Behinderung und Entwicklungsstörungen) nicht zahlen kann/will und nun ein privater Sponsor einspringen soll?
@papi
Mir ist bewusst, dass die meisten Kommunen finanziell klamm sind und an vielen Stellen sparen müssen, wo es richtig weh tut. Am Essen von Kindern sollte aber zuletzt gespart werden.
Ein paar Haushaltspositionen:
Nationaltheater: 29.187.500 EUR
Park- und Gartenanlagen: 17.692.300 EUR
Stadtmarketing: 2.059.100 EUR
Gleichstellungsbeauftrage für Frauen: 1.011.600 EUR
Ich will nichts davon als überflüssig klassifizieren, aber das da unter keinen Umständen 15 KEUR aufzutreiben sind, um ein paar Kindern Essen zu finanzieren, kann ich nicht verstehen.
es zeigt sich hier wieder beispielhaft wie der entwickelte sozialstaat bei immer mehr einzelfallgerechtigkeitsanspruch
handlungsunfähig wird. das von der spd mitte des letzten jahrzehntes angedachte motto des fordern und fördern wurde ja nicht aus jux und dollerei geschaffen sondern um auswüchse wie eben die unfähigkeit das geld von a nach b zu schaffen in den griff zu bekommen. bei solchen bedauerlichen einzelfällen müssen mündige bürger helfen und nicht der staat bzw. sozialamt
Unfassbar. Wir sprechen über ca. 100 EUR im Monat, die nicht aufgetrieben werden können, um armen Kindern ein vollwertiges Mittagessen zukommen zu lassen. Die Gesamteinnahmen der Stadt Mannheim summieren sich für 2011 laut Haushaltsplan übrigens auf 1.076.538.000. Allein das Budget des Oberbürgermeisters liegt bei über 3 Millionen EUR.
es ist zum heulen.
Es ist einfach unfassbar, was sich in unserem Land abspielt und es interessiert offenbar keinen Politiker von Rang…Und die Masse schweigt und duldet.Sunni
Wirklich zum heulen. Bei uns werden sowohl Kiga-Kosten als auch Mittagessengeld einkommensabhängig berechnet. Das finde ich gerecht.
“Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.”
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_M%C3%BCntefering#Kontroversen
Es freut mich, daß die Agenda 2010 wirkt!
Mit Olaf Scholz wurde jüngst in Hamburg ein Verfechter ebendieser Agenda bestätigt. Die Umsetzung war also richtig. Bald wird auch in Hamburg der Markt obsiegen!
Ich finde auch, dass das zum Heulen ist, aber vom Jammern wird niemand satt. Hat jemand eine Idee, wie ich eine Patenschaft für eines dieser Kinder übernehmen kann?
Es ist tatsächlich unglaublich, dass Kinder so etwas erleben müssen. Und ganz klar, Politik und Gesellschaft müssen Wege finden dieses zu verhindern. Das ist aber eine wahnsinnige Herausforderung. Denn die Frage ist, wo und wie kann man wirklich gerecht ansetzen?
Der, der das Essen liefert sollte auch sein Geld bekommen. Und @Guido trotz großer Haushalte, können die Kommunen und der Staat als Ganzes nicht überall da einspringen, wo “mal € 100 fehlen”. Denn die Summe würde jeden Rahmen sprengen.
Die Konrektorin wird im Artikel, wie folgt zitiert. “Man müsse den Kindern helfen, deren Eltern ihren Erziehungsauftrag nicht ausübten”. Daher gehe ich davon aus, dass das Geld für die Bezahlung des Essens grundsätzlich in der Familie vorhanden ist. Trotzdem möchte ich den schwarzen Peter nicht der Familie, den Eltern zuschieben. Denn diese sind, wie mir ein langjähriger Mitarbeiter eines “Sozialamtes” mitteilte, oft nicht in der Lage, die ihnen zugewiesenen Mittel zu verwalten. Oft wäre das Geld schon am Monatsanfang ausgegeben, was einen ganzen Monat reichen sollte uns auch könnte. Selbst wenn diese Familien mehr bekämen, wäre die Situation die gleiche.
Damit bliebe die Idee der Grünen, dass die Arbeitsagentur das Geld für das Essen direkt an die Einrichtung oder den Essenslieferanten zahlen sollte. Neben der Diskrimierung derjenigen, die ihr Geld und das der Kinder gut verwalten, steht da der Verwaltungsaufwand im Raum.
Wer kennt einen für alle gerechten und bezahlbaren Weg?
“Gerecht” ist, fürchte ich, sowieso eine Illusion. Aber das Schlimme in diesem Fall ist ja, dass es *die Kinder* sind, die nichts zu essen bekommen, weil die Erwachsenen es nicht schaffen, Geld von A nach B zu bringen.
Man fragt sich doch ernsthaft: wenn die Stadt bisher das Inkasso des Essensgeldes übernommen hat, warum sie es nicht weiter tut.
Dafür mag nun kein Budget mehr vorhanden sein, aber das ist ja selten von gestern auf heute so, sondern gemeinhin früher bekannt. Die Notsituation in der momentan Lehrer und Schüler gleichermaßen stecken wäre nicht notwendig, wenn man im Vorwege bereits versucht hätte, eine finanzielle Lösung zu finden. Bzw. die Stadt es zunächst auslegt und dann von den Familien oder vom “Sozialamt” sich wiederholt. Letzlich geht es ja auch nur ums Umbuchen von Geldern.
Oder doch darum, dass der Sozialstaat das Essen (für Kinder mit Behinderung und Entwicklungsstörungen) nicht zahlen kann/will und nun ein privater Sponsor einspringen soll?
@papi
Mir ist bewusst, dass die meisten Kommunen finanziell klamm sind und an vielen Stellen sparen müssen, wo es richtig weh tut. Am Essen von Kindern sollte aber zuletzt gespart werden.
Ein paar Haushaltspositionen:
Nationaltheater: 29.187.500 EUR
Park- und Gartenanlagen: 17.692.300 EUR
Stadtmarketing: 2.059.100 EUR
Gleichstellungsbeauftrage für Frauen: 1.011.600 EUR
Ich will nichts davon als überflüssig klassifizieren, aber das da unter keinen Umständen 15 KEUR aufzutreiben sind, um ein paar Kindern Essen zu finanzieren, kann ich nicht verstehen.
es zeigt sich hier wieder beispielhaft wie der entwickelte sozialstaat bei immer mehr einzelfallgerechtigkeitsanspruch
handlungsunfähig wird. das von der spd mitte des letzten jahrzehntes angedachte motto des fordern und fördern wurde ja nicht aus jux und dollerei geschaffen sondern um auswüchse wie eben die unfähigkeit das geld von a nach b zu schaffen in den griff zu bekommen. bei solchen bedauerlichen einzelfällen müssen mündige bürger helfen und nicht der staat bzw. sozialamt