Dezember, 2010 Archives
Dez
The same procedure
by Maximilian Buddenbohm in
In nun schon alter Tradition erscheint hier auch zu diesem Silvester wieder dieses bemerkenswerte Bilddokument, das an einen Abend besonderer norddeutscher Ausgelassenheit erinnert. Deutlich erkennt man die sogenannte Hanseaten-Ekstase in meinem Blick. Denn man muss gerade die süddeutschen und rheinländischen Leser gelegentlich daran erinnern: wir hier oben, wir sind gar nicht so. Wir können auch anders.
Wir wünschen einen guten Rutsch und ein wundervolles 2011! Bis nächstes Jahr.
Oh, and by the way: Drüben im Westen ist wieder ein neues Wochenhoroskop von mir online.
Dez
Alternative II
by Maximilian Buddenbohm in
Sohn I: „Ein Pfefferkuchenmann ist aus Pfefferkuchen, oder?“
Ich: „Ja, das ist richtig.“
Sohn I: „Und ich bin aus Fleisch, oder?“
Ich: „Ja, das ist auch richtig.“
Sohn I: „Na, Hauptsache lecker.“
Dez
Alternative
by Maximilian Buddenbohm in
Sohn I: “Papa, können wir in den Tierpark?”
Ich: “Ach nee, da sieht man ja kaum Tiere bei dem Wetter.”
Sohn I: “Oh, schade. Dann vielleicht in den Zoo?”
Dez
Tempi passati
by Maximilian Buddenbohm in
Aus, vorbei, schon vorüber. Ein Jahr ist nichts, wenn man über die Schulter zurücksieht, man meint sich noch an den Geschmack des Schampus vom letzten Silvester zu erinnern. Kachelmann, Lena, Grubenunglück in Chile. Irgendwas auf Haiti, die Loveparade. Loki Schmidt. Kulturhauptstadt Ruhr, war da was? Keine Ahnung. Das iPad. Hat sich alles privat nicht ausgewirkt, rauscht alles so durch. Ein Bild in der Zeitung, zwei Artikel später schon vergessen. Immerhin, nach dem Riesenerfolg des Buches über die Fleischindustrie „Tiere essen“ von Jonathan S. Foer werden sehr viele Menschen zu Vegetariern, auch mehrere Frauen im Freundeskreis. Nur Frauen, wohlgemerkt. Der deutsche Mann würde nach der Lektüre vielleicht auch zum Vegetarier werden, aber er hat ein kleines Problem. Durch den tragischen Irrglauben bemerkenswert vieler Frauen in diesem Land, dass die Leggings wieder zu den tragbaren Kleidungsstücken zu zählen sind, muß der Mann nämlich pausenlos an das Wort „Wurstpelle“ denken. Wer aber unentwegt so etwas denkt, der ist für die fleischlose Bewegung verloren, an dem geht der Welttrend vorbei. Da die Frauen sich nach der Lektüre des Buches gerne auch komplett der Fleischbeschaffung verweigern, stehen die Männer nun vermehrt an Currywurstbuden und ähnlichen öffentlichen Fleischversorgungsanstalten herum, wo sie noch mehr Frauen in Leggings sehen. Man ahnt die Folgen. Wir liegen nicht nur in den Pisa-Studien zurück, wir werden auch noch ewiggestrig, was die Ernährung betrifft, von der Mode ganz zu schweigen. Der deutsche Mann steht schnitzelschwer im Imbiß, die deutsche Frau geht salatschlank vorbei. Sie sehen sich an und verstehen sich nicht. Es hat einen neuen Grund, aber es wirkt doch alles wie immer.
2010? Da war nichts.
Dieser Text erschien als Kolumne im Jahresrückblick der Lübecker Nachrichten und der Ostseezeitung.
Dez
Wochenende
by Maximilian Buddenbohm in
Und drüben im Westen ist wieder ein neues Wochenhoroskop von mir online, es ist – als Wochenhoroskopschreiber geht man chronisch etwas vor – schon das Horoskop für die Silvesterwoche.
Wir wünschen dennoch erst einmal frohe Weihnachten und bedanken uns herzlich bei den Lesern, die von dem Wunschzettel für die Jungs Gebrauch gemacht haben – Ihr seid großartig. Die Geschenke liegen nachher natürlich mit unter dem Baum, nachdem wir sie kurz an den Weihnachtsmann weitergegeben haben werden, der sie wiederum heimlich an uns zurückgeben wird, damit wir sie den Kindern geben können – es ist kompliziert, aber nach guter Tradition lösbar.
Feiern Sie schön.
Dez
Was man Weihnachten so macht
by Maximilian Buddenbohm in
Sohn I: „Gehen wir Weihnachten in die Kirche?“
Ich: „Ja, das können wir machen, wenn du möchtest.“
Sohn I: „Ja, will ich.“
Ich: „Warum willst du denn da hin?“
Sohn I: „Weil dann kann ich dem Pastor sagen, daß er die Kirche nicht sehr gut geschmückt hat.“
Dez
Neu auf dem Nachttisch
by Maximilian Buddenbohm in
Ich sehe den Schnee auf dem Dachfenster, ich denke Schnee, dann drehe ich mich um und gehe am Bücherregal vorbei, wobei mein Blick auf ein Buch mit dem Titel „Schnee“ fällt. Gut, denke ich, du willst also gelesen werden, denn einen Zufall gibt es bei so etwas natürlich nicht. Alexander Lange Kielland, ein norwegischer Autor des neunzehnten Jahrhunderts, von dem ich ansonsten keine Ahnung habe, im Grunde weiß ich nicht einmal, wie dieses Buch in mein Regal kommt. „Schnee“ ist eine Novelle, sie wurde übersetzt von Marie Leskien-Lie und Dr. Friedrich Leskien und erschien zuerst 1886. Sie beginnt so:
„Wenn der Schnee fällt nach einem Sturm – dicht, schwer und gleichmäßig – Vertiefungen ausfüllt und Spitzen und scharfe Kanten mit seiner gleichmachenden Decke überzieht, mutet uns da der Gedanke nicht seltsam an, daß dies dasselbe Wasser ist, das rauschen und springen kann, das im Wasserfall als Rauch aufsprüht und in strömenden Wogen seinen Weg findet, hinaus ins blaue Meer?“ Und dort draußen – wenn die Sommersonne sich spät und langsam hinter den letzten glänzenden Streifen im äußersten Westen verbirgt, wo das Meer seinen bahnlosen Weg rings um die Erde schlingt, da begreifst du nicht leicht, daß die frischen, goldgeränderten Wogen, worin die Fische spielen und das Leben gedeiht, daß dies dasselbe Wasser ist, das als schwerer, toter Schnee drückend auf den Dächern der Häuser lastet, Bäume und Zweige niederbeugt und die Wege zwischen den menschlichen Wohnungen versperrt.“
Dez
Die Gemüsekiste heiligt den Sonntag
by Maximilian Buddenbohm in
Wir lassen uns seit ein paar Wochen eine Gemüsekiste nach Hause liefern, nach dem Menschen unseres Vertrauens von diesem Anbieter so begeistert waren. Und nicht nur Gemüse, auch Obst, Käse, Bier – kommt alles am Montag ins Haus. Alles natürlich bio und weitgehend regional, saisonal passend und in herzerfrischender Artenvielfalt. Gut für das Gewissen, gut für die Kinder, gut für uns. Wir haben jetzt eine neue Struktur in der Woche, wir haben einen festen Rhythmus, die Woche ist durchritualisiert, im Familienleben ist so etwas bekanntlich wichtig. Wir bestellen die Kiste schon am Freitag für die kommende Woche gemeinsam, wobei sich unsere Charaktere sehr schön ergänzen. Ich würde von allem jeweils die größte Menge nehmen und den Inhalt so kommen lassen, wie er im Kistensortiment vorgegebn ist, die Herzdame möchte von allem ganz wenig und nur das, was sie auch ganz sicher mag – also nur Sachen, die auch in Nordostwestfalen immer schon vorkamen. Sohn I guckt angewidert auf die Gemüseabbildungen am Bildschirm, Sohn II zeigt auf die Bildchen und freut sich vorfreudig sabbernd über alles. Wir diskutieren leidenschaftlich vor dem Computer, Ernährung ist eine ernste Angelegenheit, da kann man ruhig einmal etwas mehr Zeit mit der Entscheidung zubringen. Der Abend wird tendenziell unfriedlich, bis die Herzdame lange genug wegsieht und ich zwischen zwei Sätzen heimlich die Bestellung nach meinen Vorstellungen abschicken kann. „Was nützt das schlechte Leben“, wie Kempowski sagte, ich hab es nicht so mit kleinteiligen Bestellungen.
Am Montag kommt die Kiste. Da ich längst vergessen habe, was ich vor Tagen bestellt habe, ist sie für mich immer ein Überraschungspaket. Da ich mit Überraschungen in der Küche aber leider nicht umgehen kann, koche ich zuerst das simple Zeug weg. Karotten, Kohlrabi, was jeder kann. Dann lese ich nach, worum es sich bei dem interessant aussehenden Rest handelt und recherchiere Rezepte. Die Herzdame sagt, daß ich verrückt sei und gegen den Rest der Kiste niemals ankochen könne. Sohn I sagt, daß er keine Karotten mag. Und keine Kohlrabi. Sohn II sagt nichts und ißt.
Am Dienstag muß erst einmal der Salat weg, Salat hält sich nicht so gut. Salat ist einfach, alles reinwerfen, was nach Rohkost aussieht, fertig. Die Herzdame sagt, daß da wirklich noch sehr viel Gemüse sei. Und Obst. Sohn I sagt, daß er keinen Salat mag. Und kein Obst. Sohn II sagt nichts und ißt.
Mittwoch dann der Glanzauftritt mit recherchierten Rezepten. Topinamburssuppe, man lernt nicht aus. Die Herzdame fragt, was das für ein Zeug auf ihrem Teller sei. Sohn I sagt, daß er keinen Topidings mag. Sohn II sagt nichts und ißt.
Donnerstag eine weitere Chance, Neues zu probieren. Kartoffelstampf mit Herbstrübchen, man macht tatsächlich Entdeckungen, auf die man gerne auch schon vor Jahrzehnten gekommen wäre. Die Herzdame nickt anerkennend, steht nach dem Essen vor dem Kühlschrank und sagt: „Das ist aber immer noch sehr viel drin.“ Sohn I sagt, daß er keine Rübchen mag. Sohn II sagt nichts und ißt.
Am Freitag muß notfallmäßig weg, das wie Woche nicht so gut überstanden hat. Ein Suppentopf löst kategorisch jedes Problem dieser Art, der Pürierstab hilft, die Diskussion über die Zutaten zu vermeiden. Die Herzdame steht vor dem Kühlschrank und sagt mit einem unverkennbaren Triumph im Blick: „Ich habe gleich gesagt, die Rote Bete schaffst du nicht.“ Sohn I sagt, daß er keine Suppe mag. Sohn II sagt nichts und ißt. Die Herzdame und ich setzen uns nach dem Essen vor den Computer und bestellen die nächste Kiste. Mehr oder weniger gemeinsam.
Am Sonnabend bekoche ich unschuldige Freunde mit seltsamen Rezepten, ein Kilo Rote Bete muß eben irgendwie weg. Zwischendurch Obst in großen Mengen schnippeln und in Sohn II schieben, die Vorräte neigen sich jetzt tatsächlich dem Ende zu. Die Herzdame steht vor dem Kühlschrank und fragt, was ich alles heimlich weggeworfen habe. Ich erkläre ihr, daß manche Beziehungen auch auf Vertrauen basieren. Sie sieht mich ungläubig an. Sohn I sagt, daß er keine Rote Bete mag. Sohn II kann das Essen nicht erwarten und nagt an der leeren Gemüsekiste.
Am Sonntag ist der Kühlschrank leer, eine verschrumpelte Pastinake entsorge ich dezent am frühen Morgen. Ein wenig Schwund ist eben immer. Wir sind seit Tagen randvoll mit Biokost, wir haben wieder eine Woche gesund gelebt, Vitamine ohne Ende. Wovon Sohn I lebt, ist uns allerdings weiterhin unklar. Sohn II gräbt im Mülleimer nach der lädierten Pastinake. Die Herzdame und ich stehen vor dem leeren Kühlschrank, wir nehmen uns vor, in der nächsten Woche nicht mehr über Essen zu streiten. Wir haben einen Tag ohne Streß vor uns. Es gibt keine seltsamen Gemüsesorten mehr, die man experimentell verkochen müßte. Es gibt keine Restkilos Möhren, die heute noch wegmüssen, auch wenn gar nichts anderes dazu paßt. Es gibt keine Äpfelchen mehr, an denen man dringend herumschnitzen müßte, es gibt keine Kresse mehr, die man bewässern müßte, es gibt keine Schwarzwurzeln mehr, deren Verwendung man erst wieder nachlesen müßte. Wir schließen den leeren Kühlschrank und nehmen uns in den Arm. Es ist Sonntag, es ist der Tag des Friedens und des Ausruhens, der Tag der Familienharmonie.
Dann essen wir eine Tiefkühlpizza.
Dez
Dez
Deutsch für Anfänger
by Maximilian Buddenbohm in
Ein Kind im vierten Lebensjahr redet bereits ziemlich flüssig und mit erstaunlich vielen Vokabeln. Es erzählt Geschichten, die sogar einen Sinn ergeben. Es kann abends wiedergeben, was es am Tag getan hat und wem es das getan hat. Es kann berichten, was es vor dem Schlafengehen noch vorhat, und auch wie es das findet, daß es das alles nicht darf. Es kann sich erstmalig mit seinen Freunden über Spielvorhaben verständigen, ohne rohe Gewalt einzusetzen. Der Kumpel muß nicht mehr an den Haaren zu den Bauklötzen geschleift werden, es reicht jetzt „Komm, wir wollen einen Turm bauen“ zu sagen. Der Kumpel sagt dann „Ja, das wollen wir“ und schon rennen beide in geeinter Begeisterung los, zu den Bauklötzen, um sich dann dort erst um die besten Stücke zu prügeln. Doch, es ist ein Fortschritt.
Der Rededrang ist in diesem Alter normalerweise recht groß. Sohn I hat z.B. etwa zu seinem dritten Geburtstag im September einen Satz angefangen, der sich bis Nikolaus erstreckte. Dann lag Schokolade in seinem Stiefel und er verlor den Faden. Das kennt man ja, daß wirklich große Ereignisse einen völlig aus dem Takt bringen. Man muß ihm bei seinen Monologen Gott sei Dank nicht zwingenderweise zuhören, es perlt ganz ohne Interaktion aus ihm heraus. Wenn man sich aber danebenstellt und seinen Sätzen folgt, stellt man fest, daß er recht treffsicher in seiner Wortwahl ist, nur bei den Fremdwörtern gibt es noch größere Probleme, da verfehlt er schon mal den Zielbegriff knapp. Als er zum Beispiel heute früh aus dem Fenster auf die weiße Pracht des verschneiten Spielplatzes sah, winkte er mich heran, zeigte nach draußen und sagte hingerissen: „Papa, guck mal, ein Winterparasit!“
Ich habe den leisen Verdacht, daß er etwas anderes meinte.
Dez
Wochenende
by Maximilian Buddenbohm in
Und drüben im Westen ist wieder ein neues Wochenhoroskop von mir online. Viel Spaß.
Dez
Buchbestellungen
by Maximilian Buddenbohm in
Mein zweites, bei Rowohlt erschienenes Buch „Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein“ ist seit heute lieferbar. Wenn jemand ein signiertes Exemplar kaufen möchte, dann freut mich das sehr! Bitte bei mir direkt bestellen – und zwar per Mail an
maximilian.buddenbohm at gmx.de
Bitte geben Sie Ihre Postadresse an und ggf. den Wunsch, ob ein „Für…“ darin stehen soll. Ich schicke Ihnen dann ebenfalls per Mail meine Kontodaten und versende umgehend nach Geldeingang.
Wenn Sie das Buch auf diese Art noch zu Weihnachten verschenken wollen, ist das Timing jetzt etwas sportlich, aber nicht unmöglich, zumindest nicht per Onlinebanking. Wenn Sie bereits vor längerer Zeit bestellt und schon gezahlt haben, gehen Ihre Bücher morgen früh auf die Post und sollten auf jeden Fall rechtzeitig zum Fest da sein. Und nach Weihnachten, versteht sich, darf natürlich gerne weiterbestellt werden.
Ich wünsche allen Bestellern schon einmal viel Spaß mit dem Buch!
Dez
Hamburgs Blogger
by Maximilian Buddenbohm in
Stefan Groenveld fotografiert Hamburger Blogger, neulich zum Beispiel Isa oder Kiki, heute mich. Sehr sympathischer Mensch und sehr guter Fotograf, auch wenn ich bei den Aufnahmen fast erfroren wäre. Selbst schuld, wenn man eine S-Bahnstation im Winter als Location vorschlägt. Wieder etwas gelernt. Mehr von Stefan hier.
Dez
Neu auf dem Nachttisch
by Maximilian Buddenbohm in
Ab und zu etwas Lyrik, da schafft man wenigstens auch dann noch etwas, wenn man abends nur noch eine Seite lesen kann, bevor man Richtung Tiefschlaf wegdämmert. Auch wenn man bei der Lektüre der beiden Herren Robert Gernhardt und Peter Rühmkorf ständig das unangenehme Gefühl hat, im Laufe des Tages nicht genug Drogen konsumiert zu haben. Egal, da muß man durch, als lyrikliebender Mensch – und wer wäre das nicht -, Literatur verlangt einem eben manchmal etwas ab. Die beiden genannten Herren also mit dem Buch: „In gemeinsamer Sache“ . Das Werk umfaßt das Programm, mit dem die beiden damals zur Expo in Hannover auftraten, die Älteren erinnern sich vielleicht noch dunkel . Es beginnt mit einem Gedicht von Robert Gernhardt, „Alles über den Künstler“, ich zitiere daraus den ersten Vers:
„Der Künstler geht auf dünnem Eis,
Erschafft er Kunst? Baut er nur Scheiß?“
(Die beiden sind super. Gernhardt und Rühmkorf lesen kann minutenlang glücklich machen.)
Dez
Kleine, aber sehr nützliche Anmerkung zur Aufsichtspflicht
by Maximilian Buddenbohm in
Ein Vater im Freundeskreis hat seinen fünfjährigen Sohn für ein paar Minuten allein in der Wohnung gelassen, weil er schnell mal in die Garage gehen mußte, um von dort etwas zu holen. Der Sohn spielte friedlich im Kinderzimmer, das Risiko schien überschaubar zu sein. Ausgerechnet in diesen wenigen Minuten kam der Postbote und brachte zwei große Pakete, die der Kleine mit Interesse dankend entgegennahm und natürlich auch gleich auspackte.
Der Vater steht jetzt vor der schwierigen bis unlösbaren Aufgabe, seinem Sohn zu erklären, wieso die Geschenke von seinem Wunschzettel erstens nicht zu Weihnachten und zweitens nicht vom Weihnachtsmann gebracht werden. Er wird darüber hinaus seiner Frau erklären müssen, wieso er das Kind ohne ihr Wissen allein zu Hause läßt, weiterhin womit der Sohn nun am 24. beschenkt werden soll – und was er selbst in diesem Jahr eigentlich an Weihnachten machen möchte.
Es ist immer wieder faszinierend, wieviel sich in ein paar Minuten ändern kann.








