Fragen zum Beruf

1. Was machst du beruflich?

Ich spiele mit der Herzdame zusammen Firma und verkaufe Onlineservices. Wir machen Webseiten, Onlinemonitoring, Textarbeiten, Content-Management und was so anfällt, alles, was sich online veranstalten läßt. Blogs einrichten, Shops einrichten, na, so Zeug eben. Ich bin außerdem in Teilzeit Controller bei einem großen Marktforschungsinstitut. Und dann schreibe ich noch, Bücher und anderes.

2. Was ist gut – was ist nicht so gut daran?

Das ist ganz außerordentlich toll, weil ich es mir alles selbst so ausgesucht habe. Und weil ich es genau so, wie es jetzt ist, zeitlich gerade eben noch geregelt kriege und trotzdem viel mit den Söhnen zusammen bin. Und weil ich in allen drei Berufen Spaß habe. Den brauche ich bei der Arbeit allerdings auch, weil es Freizeit im Sinne von freie Zeit für mich alleine auf diese Art praktisch nicht gibt.

3.  Was wäre dein absoluter Traumberuf?

    Ach, Träume. Die beziehen sich eher auf das, was die Berufe abwerfen, als auf die eigentliche Auswahl. Die ist schon gut so. Im Bereich des Wunderbaren wäre es, auch noch das Fotografieren irgendwie versilbern zu können. Ich habe aber eigentlich keine Ahnung vom Fotografieren, deswegen mache ich mir da auch keine Illusionen. Und Fotograf wäre außerdem nur noch ein weiterer Beruf, der keine Reichtümer erwarten ließe.

    4. Warum gerade dieser?

      Es ist interessant sich zu fragen, womit man freiwillig, ganz ohne jeden Druck, sehr viel Zeit zubringt. Bei welcher Tätigkeit man sich und die Umstände vergessen kann, bei welcher einem alles egal ist, sogar, daß der Wecker in zwei Stunden klingelt oder daß man gerade rasende Kopfschmerzen hat. Da bekommt man als Ergebnis dann das, was fehlgeleitete Esoteriker für die Bestimmung und den einzig richtigen Beruf halten, wobei sie leider ignorieren, daß es dann etwa 90% der Jobs, von denen wir alle leben, gar nicht geben würde. Die Tätigkeit jedenfalls, bei der ich alles andere vergessen kann, ist das Fotografieren – und auch die Bildbearbeitung. Verblüffenderweise ohne daß ich jemals dabei viel darüber gelernt hätte, die Technik interessiert mich hartnäckig überhaupt nicht. Aber Bilder machen und gucken, das geht wirklich immer.

      Fragen via Isa und Anke.

      5 comments

      1. Kirsten

        Lieber Merlix, bitte lass doch bei dieser Gelegenheit gleich nochmal verlauten mit welcher Kamera du gewöhnlich die in deinem blog veröffentlichten Bilder anfertigst. Vielen Dank auch!

      2. Hella

        Apropos Bilder: sie gefallen mir aussergewoehnlich gut, wuenschte, ich koennte so.

      3. Maximilian Buddenbohm

        Die meisten entstehen mit einer schlichten Fuji S5600, einige auch mit einer Fuji S8000fd und demnächst auch mit einer Fuji HS10. Wenn sie denn endlich mal lieferbar ist.

      4. GZi

        Also ich finde Texte und Fotos hier ganz außerordentlich gut gelungen und kann nur sagen, ich hätte sehr sehr ähnlich geantwortet :-)

      5. Guido

        Mit der Fotografie geht es mir ähnlich. Ich kann bei nichts so gut abschalten, wie beim Fotografieren – obwohl rational betrachtet ein paar Stunden Schlaf regelmäßig die intelligentere Wahl als ein paar Stunden Fotografieren wären.

        Aber das Hobby Fotografie zum Beruf machen? Nein. Zum einen fotografiert ein Fotograf nur in etwa 5% seiner Arbeitszeit. Zum anderen ist Fotografie eine recht sichere Wette auf Armut. Freelens – die größte Fotojournalisten- und Fotografenvereinigung in Deutschland – hat gerade eine Umfrage unter seinen Mitgliedern veröffentlicht. In der Summe erschreckend. Nur 27,7% erreichen einen Gewinn größer als 30.000 EUR p.a. Nur etwa ein Viertel kann halbwegs ausreichend für das Alter vorsorgen. 56,6% erwarten später eine Rente unterhalb des Existenzminimums und unterhalb Hartz4.

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