Ich lese meist eher Klassiker, aber ab und zu kann man sich ja mal einen modernen Autor vornehmen. Maximilian Buddenbohm: „Zwei, Drei, Vier – Wie ich eine Familie wurde“ Da nimmt also jemand seine Blogtexte, überarbeitet sie gründlich, schreibt sie teils um, mischt sie neu durch und legt sie wieder zusammen, was er dann „Remix for print“ nennt – und das Ganze wird tatsächlich ein Buch. Was es nicht alles gibt!

Das Buch erscheint gerade und beginnt so:

Vor vielen Jahren, ein Kneipenabend in Hamburg. Eine größere Runde sitzt an einem Tisch, es wird gegessen und getrunken. Die Luft ist verraucht, damals durfte sie das noch sein. Zwei, drei Paare und etliche Singles sitzen da, darunter gleich mehrere Frauen, die ich auf die eine oder andere Art sehr interessant finde. Eine weitere Frau, die direkt neben mir sitzt, finde ich eher nicht so spannend, aber das macht nichts, sie mich anscheinend auch nicht. Mit dieser Frau verabrede ich mich aber, weil wir am nächsten Abend auf dieselbe Party gehen wollen, da kann man ja zusammen hinfahren. Die Frau ist mir zu jung, mein Typ ist sie auch nicht, aber das ist natürlich kein Grund, nicht nett zu sein. Ich werde sie abholen, daher frage ich nach ihrem Nachnamen, man weiß ja sonst nicht, wo man klingeln soll. „Buddenbohm“ antwortet sie. „Großartig“, sage ich, „das ist ja mal ein wunderbarer Nachname. Sollten wir jemals heiraten, nehme ich Deinen Namen an.“ Sie lacht.

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