Auf der Straße

Dez 3rd, 2009 von Maximilian Buddenbohm

Wenn ein Häuflein junger Menschen über eine gesperrte Straße marschiert und es dabei auf einer Länge von über einem Kilometer nicht schafft, sich auch nur halbwegs auf einen einheitlichen Sprechgesang zu einigen, statt dessen aber wild in Kleinstgrüppchen debattiert und dabei Transparente hochhält, die in sehr kleiner Schrift mit so viel Text beschrieben sind, daß garantiert kein Passant erkennen kann, worum es überhaupt geht, dann handelt es sich um eine handelsübliche Studentendemo 2009.

Gibt es denn nicht so etwas wie Demo-Coaches? Diesen trostlosen Anblick hält man als Brokdorf-Veteran gar nicht aus.  Opa erzählt vom Krieg, ja, ja.

6 Kommentare

  • Bin ja froh, dass Studenten sich überhaupt mal wieder seit mehr als 25 Jahre Klappe halten und Anpassen überhaupt auf die Straße trauen und den Mund aufmachen. Das wurde auch mal Zeit.

    Paula
    Brokdorf-Demonstrantin 70er Jahre

  • Ich musste erstmal nachsehen, was denn überhaupt in Brokdorf gewesen ist. Ich bin aus der Generation, die im Buggy zu Anti-Reagan-Demos geschoben wurde.

  • Und ich denke an die Startbahn West

  • Stand auch mal in so einer Studentendemo. Wir kamen raus aus dem Unigebäude und sind prompt an der winzigen Straße, eher eine Parkhausausfahrt, angehalten, weil die Ampel rot war. Boah, kam ich mir doof vor (in der ersten Reihe, mit dem Transparent in der Hand).

  • Und auf der Lombardsbrücke ist eh kein Mensch, der ihnen zuhören könnte.

  • Damals™ war die Welt eben noch einfacher.