Kleine Anmerkung zur Rolle des Vaters
Natürlich macht man als Mann heutzutage bei allem mit, was die Kinder betrifft. Man weiß, welche Größen ihre Hosen haben, man weiß, welche Windeln zu kaufen sind, man kann die Lieder aus dem Kindergarten mitsingen. Man kann Breichen kochen, geht souverän mit Anzeichen für Kinderkrankheiten um, hat immer einen Schnuller in der Anzugtasche und singt die Kleinen abends brummend in den Schlaf. Alles kein Problem, man ist voll integriert in das Familienprogramm, man gibt sich kompetent und die Frau, sie gibt sich partnerschaftlich. Sie diskutiert hin und wieder mit dem Mann, welche Strampler man kaufen sollte, sie bespricht abends den Speiseplan der Kleinen im Bett, es wirkt alles ganz so, als wären Kinder ein Fall für Zwei, als ginge es um Teamwork.
Nur ganz selten merkt man noch, was Frauen wirklich von uns halten und welche Kompetenz sie uns beim Management der Familie tatsächlich zubilligen. Heute zum Beispiel ein erhellender Moment beim Babyschwimmen – im Becken nur Männer, jeweils mit einem Kind auf dem Arm. Engagierte Männer gehen natürlich zum Babyschwimmen, keine Frage. Die Kursleiterin, die da mit uns planschte, kündigte die Folgekurse an, sie sprach vom kommenden Jahr und was da zu erwarten wäre. Und sagte dann einen Satz, der Bände spricht:
“Ihr könnt mir gerne heute schon einmal sagen, welche Kurse ihr nächstes Jahr besuchen wollt. Ich schreib mir das auf. Und dann bespreche ich mit euren Frauen, was wir wirklich machen.”






Die mag ich, die Kursleiterin.
Das ist der Evol… Evol… Evodingensda zu verdanken. Frauen haben Jahrtausende die Blagen großgezogen.
Jetzt nehmt ihr Männer seit vllt. 10 Jahren an dem Zirkus Kindererziehung teil und wollt gleich alles bestimmen? DAS geht nun wirklich nicht, nein, geht gar nicht… ;-)
Hmmm… und wenn’s weniger an der Kindererziehung an sich liegt, sondern mehr am, äääh, terminplanerischen Aspekt?
Wer hat im Alltag den besseren Überblick über die Familientermine? Arzttermine? Geburtstage? Elternabende? Wer organisiert den Babysitter? Und wer hat – gegebenenfalls – die realistischere Einschätzung darüber, ob Papi noch Zeit für einen einen Kurs haben wird, wenn Papis 2-monatiger Ausflug in die Elternzeit um ist?
Wie alt war Sohn II nochmal – 2 Monate? Uuups…
Ein Schelm, wer Übles dabei denkt ;-)
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nicht aufgeben!
Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland:
“Artikel 3
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
….”
noch ein Grund mehr, warum Babyschwimmen nicht geht…
siehe: Tips für Väter (24), 19. Oktober 2009
Bei uns geh ja ich fulltime arbeiten und mein Freund erzieht das Kind (19 Monate alt). Deshalb muss auch ich am Samstag immer zum Babyschwimmen (meistens als einzige Frau).
Aber obwohl alle wissen, dass der Vater Ansprechpartner in allen Kindesbelangen und hauptamtlich Erziehungsberechtigter ist, warten z. B. die Erzieherinnen im Kindergarten immer auf den Freitag, den einzigen Tag, an dem ich den Sohn abhole, um dann mir wichtige Dinge zu sagen wie “Mika braucht neue Po-Creme” oder “Ihr solltet mit Mika mal zum Orthopäden gehen”.
Rätsel der Natur….