Dagegen!

Sep 10th, 2009 von Maximilian Buddenbohm

Schon seltsam, mit welchen Fragen die Suchenden hier landen, die von Google so angespült werden. Manchmal meint man geradezu, helfen zu müssen. Eben zum Beispiel kam jemand per: “Suche Gedicht gegen Kaffeemaschine”. Das ist verständlich, wer würde Kaffeemaschinen nicht doof finden und die Suche nach Lyrik ist ohnehin immer sehr zu begrüßen. Leider habe ich gerade keine Zeit, mich um derlei zu kümmern, aber sicher kann der eine oder andere Kommentator dem Suchenden mal eben weiterhelfen? Gedichte gegen Kaffeemaschinen sind ja wirklich furchtbar naheliegend, nicht wahr, Sie wollen es doch auch? Mir fällt ad hoc nur ein:

Ich kann auch ohne,
Bohne!

Nein, gar nicht wahr, eins hab ich noch, aber danach sind Sie dran:

Dein Geblubber, Dein Gefauch
Das schwarze Schwappen in Deinem Bauch
Dieses morgendliche Glühn
Dieses Gutelaunesprühn…

Du mich auch.

24 Kommentare

  • C, A, F, F, E, E,
    koch nicht so viel Kaffee!

  • Ob von Krupps, von AEG:
    Immer nur Kaffee, Kaffee!
    Wenn ich morgens früh aufsteh:
    Immer nur Kaffee, Kaffee!
    Ich bin Friesin! Ich will Tee!

  • Es war mal ne Kaffeemaschine,
    die röhrte wie eine Turbine.
    „Jetzt gib endlich Ruh,
    Du dämliche Kuh!“,
    sprach Merlix und schrieb ihr ein total schlechtes Horoskop.

    Selber schuld, du wolltest es schnell statt gut.

  • Du kannst fauchen, blubbern, zischen
    aber nicht den Tisch abwischen,
    röchelnd schlägst du Milch zu Schaum
    aber spülen? Nicht im Traum!
    Bei mir einziehn? Sorry, nee,
    ich hab ‘nen Kerl, der kocht mir Tee

  • Du Kaffeemaschine, du,
    du bist von hinten wie von vorn
    immer voll mit Kaffeespritzern,
    immer fleckigbraun,
    versaut, verdreckt, verfleckt,
    von innen ganz verkalkt,
    verkaffeefleckenkalkt,
    du siehst so scheiße aus,
    und was Du Kaffee nennst,
    das sieht auch scheiße aus
    und schmeckt auch so,
    du Kaffeemaschine, alte Pottsau,
    hau einfach ab,
    nimm Deinen Kaffee und geh,
    ich koch mir Tee.

  • Lange hab ich es ertragen,
    mich nicht getraut, es Dir zu sagen –
    nun ist Schluss.

    Egal, was ich für Pulver wählte,
    stets mich das Ergebnis quälte:
    null Genuss.

    Ja, ich weiß, Du gibst Dir Mühe.
    Doch es tropft nur braune Brühe
    unten raus.

    Kein Geschmack und kein Aroma,
    wie damals, handgebrüht von Oma.
    Es ist aus.

  • Du hast die Wahl.
    Die Bohne gezuckt.
    Ein Stein gemahl’.
    Maschine kaputt.

    (Passt auch in 140 Zeichen.)

  • röchel sprotz tropf
    röchel sprotz tropf
    röchel sprotz tropf
    röchel röchel
    röchel

    tropf

    tropf

    knack

    tropf

    schepper klirr rumms!

  • Trester leeren! Jetzt entkalken!
    Wasser füllen! Stop!
    Aufwaermphase! Dampfhahn schließen!
    Schale leeren! Hopp!
    Maschine reinigt! Bitte warten!
    Sensor ist defekt!
    Service rufen! Bohnen fuellen!
    Heizkreisleitung leckt!

    (Leck du mich! Ich geh jetzt zum Bäcker.
    Der Kaffee ist wenigstens lecker.)

  • Vielleicht war der Googelnde auf der Suche nach diesem Klassiker?

    Wenn die Kaffeemaschine … (Joachim Ringelnatz)

  • Du schwarz.
    Ich weiß.
    Du gut.
    Ich hab’ Drive.
    Du weckst den Tag.
    Bringst Life.
    Machst Hoffnung sehr.
    Am Ende.
    Du bist leer.

  • Eine alte Kaffeemaschin
    wollte nach Italien ziehn
    wegen dem Espresso.

    Doch sie sprach nur wenig
    - auch kein Italienisch -
    nur das Wort “Permesso”.

    Dann hat sie entdeckt,
    dass auch Kaffee schmeckt.

  • Ich mag ja in diesem Zusammenhang sehr das Kaffee Gedicht von Hellmuth Opitz:

    Maxwell

    Der Mann, der morgens Kaffee macht.
    Der sein Glas aufschraubt und zu den
    Instant-Körnern sagt:

    Jungs, es wird ein heißer Tag heute.
    Einige von euch werden nicht
    zurückkommen.

    So könnte eigentlich ein guter
    Amoklauf beginnen.
    Der Mann, der morgens Kaffee macht.
    Der sein Glas zuschraubt und zu den
    Instant-Körnern sagt:

    Ruhig, Jungs.
    Ihr kommt auch noch dran.
    Einer nach dem andern.

    http://www.hellmuth-opitz.de/

  • “Das drängt und stößt, das ruscht und klappert!
    Das zischt und quirlt, das zieht und plappert!
    Das leuchtet, sprüht und stinkt und brennt!
    Ein wahres Hexenelement!”

    geklaut vom Mephistopheles aus Der Tragödie erster Teil

  • Hat der alte Kaffeemeister
    sich doch einmal wegbegeben!
    Und nun sollen seine Geister
    auch nach meinem Willen leben.
    Seine Wort und Werke
    merkt ich und den Brauch,
    und mit Geistesstärke
    koch ich Kaffee auch.

    Koche, koche
    Manche Strecke,
    Dass zum Zwecke
    Kaffee fließe,
    Und mit reichem, vollem Schwalle
    In die Kanne sich ergieße.

    […]

    Herr, die Not ist groß!
    Die Maschinengeister
    Werd ich nun nicht los!

    In die Ecke, Kaffee, Kocher,
    Seid’s gewesen.
    Denn aus Eurem Satz zu lesen,
    Ruft Euch nur zu diesem Zwecke
    Erst hervor der alte Besen.
    Ein Glas auf uns
    Und eins mit Kaffee.

  • Ich bin begeistert :).
    Darauf einen Kaffee!

  • Aufsteigt der Strahl und fallen gießt
    Er voll der Kaffekanne Rund,
    die, sich verschleiernd, überfließt
    in eines Auffangbeckens Grund.
    Dies Becken gibt, es wird zu reich,
    dem Boden wallend seine Flut.
    Und alles schwappt und saut zugleich.
    Maschin nix gut.

  • Im Milchaufschäumen sind zweierlei Plagen
    Die Luft einziehen, sie milchwärts zu jagen
    Jenes macht Lärm, dieses macht Gischt
    So widerlich wird Cappuccino gemischt

  • Großartig. Noch ein paar und es reicht für ein schmales Lyrikbändchen. Preisverdächtig, natürlich.

  • Ode an eine Filtertüte.

    Wie war dein Leben doch so kurz und sinnlos,
    du Filtertütending, so braun und schlapp,
    Du saßest da, wo heißes Wasser hinfloss.
    Es floss durch dich, und es floss nicht zu knapp.

    Erfüllt warst du von duftend’ Kaffeemehl,
    geröstet von des Bauern kund’ger Hand,
    doch irgendwas danach lief furchtbar fehl.
    S’ war deine Schuld, doch ich habs nicht erkannt.

    Das Wasser lief, und lief, und dann liefs über,
    spült Kaffeesatz aus deinem tiefsten Grund
    in meine Küche. Manches ist mir lieber.
    Da floss es hin, bis dahin, wo ich stund.

    Du doofes Tütending. Was konnte dich bewegen
    Dich stauend und verstopfend und verquer
    Dem heißen Wasser in den Weg zu legen?
    Ich wusst’ es nie, und du sagst es nicht mehr.

  • Kaffee
    maschi
    … Nee!

  • Die Prophezeiung oder
    Der Suchende, der aus der Zukunft kam

    Suche Ergebnisse
    mit der genauen Wortgruppe:
    GedichteGegenKaffeemaschinen.

    Keine Ergebnisse für “Gedicht gegen Kaffeemaschinen” gefunden.

    Ergebnisse für Gedicht gegen Kaffeemaschinen (ohne Anführungszeichen):

    Merlix – Herzdamengeschichten und anderes » Blog Archiv » Dagegen!
    10. Sept. 2009 … Eben zum Beispiel kam jemand per: “Suche Gedicht gegen Kaffeemaschine”. Das ist verständlich, wer würde Kaffeemaschinen nicht doof finden….

  • Jetzt aber noch’n Gedicht:

    Ein zeitgenössisches klassisches Gedicht

    Die Kaffeemaschine!
    Der Kaffee!
    In der kalten Küche!
    Der Kaffee
    faucht:
    SPROTZ!

    Ein Toast springt hervor

    (Danke, Hape)

  • Das ist ja der Hammer hier!!! Gedichte gegen Kaffeemaschinen! Ich hätte immer wieder mein MAnifest gegen die Einbauküche einzuwerfen auf http://wwwwachseundgedeihe.blogage.de

    Das geplante Gedicht-Buch werde ich kaufen!!!