Stevan Paul: Monsieur, der Hummer und ich – Erzählungen vom Kochen. Sehr angenehm, wenn Menschen aus dem Freundeskreis Bücher schreiben, da weiß man wenigstens, was man kaufen muß. Wenn sie dann noch gute Bücher schreiben, um so besser. Stevan Paul, den kennen Sie natürlich von da. Oder zum Beispiel von zahllosen Hamburger Lesungen, die er organisiert oder bestritten hat.

Das Buch, versteht sich, sollten Sie alle kaufen, es ist grandios geschrieben, exzellent bebildert und enthält nicht nur Geschichten sondern auch noch Rezepte. Der eine oder andere wird auch zu schätzen wissen, daß das Buch sehr schön gestaltet ist, was einem leider nicht mehr sehr oft begegnet. Bestellen Sie das Buch einfach direkt beim Hamburger Mairisch-Verlag und machen Sie es gleich, so oft gibt es hier ja keine Aufforderungen zum Kauf, da können Sie sich schon mal einen Ruck geben. Wenn Ihnen diese Erzählungen keinen Spaß machen, ist Ihnen literarisch nicht mehr zu helfen, wenn ich das mal so dezent andeuten darf.

Die erste Geschichte in dem Buch, „Der Tanz der Schlachter“ beginnt so:

„Fettiger Rauch steigt von ungezählten Grillrosten hinauf in die backsteinschwere Mittagshitze, verwirbelt zwischen akkurat gestutzten Hecken. Es ist ganz still hinter den grünen Abgrenzungen, nur die Kinder stürmen ans Gatter, wenn sich die Fremden nähern, winken, lachen. Es ist ja sonst nichts los hier, die rostigen Wippen langweilen, und im Garten welken die Erziehungsberechtigten auf sonnengebleichten Liegestühlen.“

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