Eloquenz
Der Sohn sitzt neben mir auf dem Sofa, gibt mir in einem seltenen Anfall von Gönnerhaftigkeit einen Keks ab und sagt:
Sohn: Danke.
Ich: Nein, das heißt bitte.
Sohne: Danke!
Ich: Nein, bitte. Wenn Du mir etwas gibst, sagst Du bitte,
Sohn: Bitte.
Ich: Genau. Kluges Kind.
Sohne: Danke!
Ich: Gern.
Der Sohn hat währenddessen seine Kekse alle aufgegessen und möchte den von mir doch gerne wiederhaben. Er zieht probeweise daran.
Sohn: Danke!
Ich: Nein, wenn Du etwas haben willst, sagst Du auch bitte.
Sohn: Bitte!
Ich: Genau! Da ist der Keks.
Sohn: Bitte!
Ich: Nein, wenn Du es dann hast, sagst Du wieder danke.
Sohn: Bitte! Danke! Hunger! Gib! Keks! Mehr!
Das ist aber auch kompliziert.






Hihi, doof ist der nicht. :)
Danke. Bitte. Mehr.
Trial and error: no bitte, no keks. Lernt er plötzlich ganz schnell! Vielleicht kann er erst niederländisch lernen. Da sind sind Bitte und Danke zum Glück nur ein Wort.
Da allerdings irrt Madame Monique. Nicht bei t&e sondern im Niederländischen. Bitte heisst “alstubelieft” – ein wenig anders ausgesprochen als geschrieben – und danke “bedankt” oder “dank-U-well”!
Met vriendelijke groeten! (oder “groetjes”)
Joachim
Nicht nur ein Beitrag über Sprache; auch eine hübsche kleine Parabel über Gönnerhaftigkeit.