Eloquenz

Aug 7th, 2009 von Maximilian Buddenbohm

Der Sohn sitzt neben mir auf dem Sofa, gibt mir in einem seltenen Anfall von Gönnerhaftigkeit einen Keks ab und sagt:

Sohn: Danke.
Ich: Nein, das heißt bitte.
Sohne: Danke!
Ich: Nein, bitte. Wenn Du mir etwas gibst, sagst Du bitte,
Sohn: Bitte.
Ich: Genau. Kluges Kind.
Sohne: Danke!
Ich: Gern.

Der Sohn hat währenddessen seine Kekse alle aufgegessen und möchte den von mir doch gerne wiederhaben. Er zieht probeweise daran.

Sohn: Danke!
Ich: Nein, wenn Du etwas haben willst, sagst Du auch bitte.
Sohn: Bitte!
Ich: Genau! Da ist der Keks.
Sohn: Bitte!
Ich: Nein, wenn Du es dann hast, sagst Du wieder danke.
Sohn: Bitte! Danke! Hunger! Gib! Keks! Mehr!

Das ist aber auch kompliziert.

5 Kommentare

  • Hihi, doof ist der nicht. :)

  • Danke. Bitte. Mehr.

  • Trial and error: no bitte, no keks. Lernt er plötzlich ganz schnell! Vielleicht kann er erst niederländisch lernen. Da sind sind Bitte und Danke zum Glück nur ein Wort.

  • Da allerdings irrt Madame Monique. Nicht bei t&e sondern im Niederländischen. Bitte heisst “alstubelieft” – ein wenig anders ausgesprochen als geschrieben – und danke “bedankt” oder “dank-U-well”!
    Met vriendelijke groeten! (oder “groetjes”)
    Joachim

  • Nicht nur ein Beitrag über Sprache; auch eine hübsche kleine Parabel über Gönnerhaftigkeit.