Juli 27th, 2009 Archives
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Dichtung und Wahrheit
by Maximilian Buddenbohm in
Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.
Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohn Unterlaß;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei
Am Strande weht das Gras.
Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.
Sie erinnern sich vielleicht, Theodor Storm, “Die Stadt”. Stand wahrscheinlich auch einmal in Ihren Schulbüchern. Das mit dem Grau hat sich allerdings seit seiner Zeit etwas geändert.




