Es ist natürlich etwas seltsam, den Urlaub ausgerechnet auf Mallorca und Helgoland zu verbringen. Zumal sich die beiden Inseln sehr ähneln und man sich schon konzentrieren muß, um immer parat zu haben, wo man gerade ist. Beides sind Sonneninseln, beide haben schöne Strände, ein überraschend grünes Binnenland und bergige Gegenden von besonderem Reiz. Die Erde ist auf beiden Inseln rot. Auf beiden Inseln sprechen die Einheimischen eine eher unverständliche Sprache, wechseln aber, sobald sie deutsche Touristen wahrnehmen, sofort in ein annehmbares Deutsch. Beide Inseln sind geprägt von den besonderen Verwüstungen deutscher und englischer Besucherhorden, wobei die englischen Horden allerdings auf Helgoland etwas mehr zugeschlagen haben – die feinsinnigen und geschichtsinteressierten Leser verstehen schon. Beide Inseln leben komplett vom Tourismus, Palmen wachsen auf der einen wie auf der anderen und ja, das Meer ist blau, so blau. Helgoland ist natürlich etwas weiter weg, in Reisezeit gemessen, aber da redet man auch nur über Differenzen von Stunden, nicht von Tagen, das fällt nicht besonders ins Gewicht.

Wie angenehm daher, daß man sich verläßlich an den Robben orientieren kann. Wenn man eine Robbe sieht, ist es Helgoland, ganz einfach und vollkommen verläßlich. Wobei der Umkehrschluß leider nicht gilt, wenn man keine Robbe sieht, ist man nicht zwingend auf Mallorca. Falls Sie also gerade hoffnungslos aus dem Fenster gesehen haben, wo sehr wahrscheinlich gerade keine Robben herumliegen und kurz dachten hey, toll, Mallorca! – vergessen Sie’s.

Zu beiden Inseln demnächst noch etwas mehr.

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