Neu auf dem Nachttisch

Jeffrey Eugenides: Middlesex. Deutsch von Eike Schönfeld. Der Roman erschien zuerst 2002, wurde mir von zwei Damen empfohlen und beginnt so:

„Ich wurde zweimal geboren: zuerst, als kleines Mädchen, an einem bemerkenswert smogfreien Januartag 1960 in Detroit und dann, als halbwüchsiger Junge, in einer Notfallambulanz in der Nähe von Petroskey, Michigan, im August 1974. Fachleute unter den Lesern könnten mir in der Studie „Geschlechtliche Identität bei 5-alpha-Reduktase-Pseudohermaphroditen“ von Dr. Peter Luce, 1975 erschienen im Journal of Pediatric Endocrinology, schon einmal begegnet sein. Oder vielleicht haben Sie mein Foto im sechzehnten Kapitel des heute arg veralteten Standardwerks Genetik und Vererbung gesehen. Ich bin das Kind auf Seite 578, das nackt, mit einem schwarzen Balken vor den Augen, neben einer Meßlatte steht.“

3 comments

  1. isabo

    Es steht zu hoffen, dass nicht schon wieder übermorgen die Kategorie „Neu auf dem Nachtisch“ hier auftaucht. Das macht einen ja total fertig.

  2. Kommentator

    „Middlesex“ ist ein sehr, sehr lesenswertes Buch mit wahnsinnig vielen Facetten – eine echte Empfehlung, nicht nur von den Themen her (Intersexualität, Inzest, Krieg, Auswanderung, und was nicht noch alles), sondern auch wegen Stil, Aufbau und der Leichtigkeit im Erzählen.
    Ich finde ja viele Empfehlungen in dieser Kategorie nicht so toll (Geschmackssache), aber diese hier trage ich komplett mit. Mein Tipp: Unbedingt! Lesen!

  3. Lily

    „Middlesex“ istunbedingt zu empfehlen. Auch „The Virgin Diaries“- großartig geschrieben, beide Bücher.

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