Neu auf dem Nachttisch
Hans-Ulrich Treichel: Der Verlorene. Der Roman erschien zuerst 1998 und beginnt so:
“Mein Bruder hockte auf einer weißen Wolldecke und lachte in die Kamera. Das war während des Krieges, sagte die Mutter, im letzten Kriegsjahr, zuhaus. Zuhaus, das war der Osten, und der Bruder war im Osten geboren worden. Während die Mutter das Wort “Zuhaus” aussprach, begann sie zu weinen, so wie sie oft zu weinen begann, wenn vom Bruder die Rede war. Er hieß Arnold, ebenso wie der Vater.”






Sehr lesenswert, übrigens.
Dein Lesetempo ist erschütternd.
Der war jetzt aber auch wirklich ganz kurz. Nur 150 Seiten oder so.
Ich hab ja schon länger den Verdacht gehegt, dass da jemand mindestens genauso schnell liest wie ich. Was sind schon 150 Seiten durchschnittlich schwer geschriebener Lektüre in deutscher Sprache ? Ein literarischer Happen, sozusagen, Amuse Gueule in Buchform.
Ich brauche für 150 Seiten nur eine Woche.
@isabo: Die Rede war von Lesen, nicht Schreiben!
Ja, die Rede war von Lesen, nicht von einmal jede Seite Umblättern.
Schreiben, pft, schreiben kann ja jeder.
Schreckliches Buch. Kommt aber wahrscheinlich auf persönliche Erfahrung an, wie man es sieht.
Ich fand es sehr gut.