Neu auf dem Nachttisch

Apr 28th, 2008 von Maximilian Buddenbohm

Alexandre Dumas: Die Kameliendame. Aus dem Französischen von Walter Hoyer. Zuerst erschienen 1848. Der Roman beginnt so:

“Gestalten erschaffen kann meiner Meinung nach nur, wer die Menschen lange Zeit erforscht hat, wie ja auch niemand eine Sprache beherrscht, der sie nicht gründlich erlernt hat. Ich selber habe freilich das Alter noch nicht erreicht, in dem man dichtet, und darum will ich mich auch begnügen, hier lediglich zu berichten. Das heißt der Leser darf von der Wahrheit dieser Geschichte überzeugt sein, deren Personen, mit Ausnahme der Heldin, alle noch leben. Überdies gibt es in Paris für viele der Geschehnisse, die ich hier vorbringe, genügend Zeugen, die sie bestätigen können, wenn man mir etwa nicht glaubt. Den Bericht niederzuschreiben aber ermöglicht mir ein seltsamer Zufall, denn mir allein sind die besonderen Zusammenhänge mitgeteilt worden, ohne welche er weder vollständig sein würde noch Anteilnahme zu erregen vermöchte.”

4 Kommentare

  • Herr Merlix, wo findest Du nur immer diese jungfräulich frischen Bücher? Und ich bin peinlich davon berührt, von diesem hier außer dem Titel und jetzt sogar den ersten Worten bisher nichts zu kennen. So wenig zu kennen sogar, dass mir erst jetzt dieses großartige Ersterscheinungsjahr auffällt. Zielsicher ein solch historisches Jahr zu erwischen, zeugt von Klasse.

    Viel Spaß beim Lesen, kann man da nur wünschen.

  • Wenn Sie schon mal La Traviata in der Oper gesehen haben – dann kennen Sie es doch. Bis zum bitteren Ende.

  • Schönes Buch. Als alter Dumas-Fan, habe ich mir auch mal das Werk des Jüngeren vorgenommen. Ist schon ein paar Jahre her. Aber ich habe es nur in sehr guter Erinnerung.

    Die Handlung findet man auch in einigen Filmen wieder. Moulin Rouge zum Beispiel.

  • Ah, Filme. Bücher ohne Text aber dafür in bewegt und bunt.

    Da fühle ich mich doch gleich viel mehr im Bilde.