Neu auf dem Nachttisch

Apr 16th, 2008 von Maximilian Buddenbohm

Georges Simenon: Die Großmutter. Aus dem Französischen von Linde Birk. Der Roman, zuerst erschienen 1959, beginnt so:

“Unter dem Gewölbe, das so kalt und feucht wie ein Keller war, blieb der Kommissar kurz stehen und sah auf die Armbanduhr. Er schüttelte seinen Mantel aus, das Schneewasser spritzte auf die Steinplatten und breitete sich dort wie auf Fließpapier aus. Es war fünf Minuten nach elf.
Er hatte sich zum erstenmal um halb zehn hier gemeldet; die noch junge, fast hübsche Concierge, die in einer bequemen Loge saß, hatte sich weder durch seinen Polizeiausweis noch durch sein höfliches Benehmen beeindrucken lassen und war ihm ziemlich mürrisch begegnet.”

3 Kommentare

  • Was wäre Simenon ohne die Concierges?

  • Birgit (Hildesheimer)

    Hallo!

    Sag mal, liest du die Bücher auch alle ganz durch, die neu bei dir auf Nachtisch liegen?

    LG Birgit (eine stille Leserin)

  • Ja, sofern sie mich nicht ins Koma langweilen schon. Für so einen mittleren Simenon braucht man aber auch nicht lange, das täuscht vielleicht.