Februar, 2008 Archives
Feb
Wochenende
by Maximilian Buddenbohm in
Die Fassade des Royal Meridien Hotels an der Hamburger Außenalster. Und bevor es wieder Beschwerden gibt, hier noch der Hinweis, daß ein neues Wochenhoroskop von mir hier drüben soeben online gestellt wurde.
Feb
Symbolbild
by Maximilian Buddenbohm in
Feb
Freie Auswahl
by Maximilian Buddenbohm in
Das Highlight des Tages war für mich der junge Mann, mutmaßlich Erstwähler, der am Nachmittag in der Wahlkabine neben mir saß, nervös mit den zahllosen Stimmzetteln zur Bürgerschaftswahl raschelte, leise beim Lesen der Kandidatennamen vor sich hinmurmelte, sich schließlich zu mir herüberbeugte und seine Erkenntnis zum neuen Hamburger Wahlrecht begeistert so zusammenfaßte: “Hey, der Hammer, ich hab ja zwölf Stimmen! Whow!”
Feb
Sonntagmorgen
by Maximilian Buddenbohm in
Feb
Auf besonderen Wunsch einer einzelnen Dame
by Maximilian Buddenbohm in
Hier noch der nachgereichte Hinweis, daß das Wochenhoroskop natürlich bereits seit Freitag online ist, auch wenn hier jeder Vermerk fehlte.
Feb
Wochenende
by Maximilian Buddenbohm in
Feb
Schöner scheitern
by Maximilian Buddenbohm in
Ich kann aus dem Stand Vorträge über BWL-Themen halten, von denen ich keine Ahnung habe. Ich kann charakterliche Festigkeit soweit vortäuschen, daß ich als Ehemann und Familienvater ausgewählt werde. Ich kann dem Sohn gegenüber so tun, als könnte ich Schlaflieder singen und in ein paar Jahren werde ich sicherlich alle seine Warum-Fragen zu jedem beliebigen Thema wortreich beantworten können, ganz gleich, ob ich wirklich etwas davon verstehe oder nicht. Ich kann entgegen aller Wahrheit so wirken, als hätte ich eine gesunde Beziehung zu Zahlen. Ich kann problemlos über Bücher reden, die ich nie gelesen habe. Ich kann mir sogar selbst einreden, ich hätte keine Zahnschmerzen und ich kann auch dem Zahnarzt erklären, daß ich aufgrund meiner frei erfundenen Reisetätigkeit einfach nicht dauernd zur Vorsorge kommen kann. Alles gar kein Problem.
Aber es ist mir am Sonntag auch nach etlichen Versuchen nicht gelungen, eine Vierjährige auf dem Hamburger Fischmarkt davon zu überzeugen, daß es wirklich, wirklich Menschen gibt, die Aale essen.
Man kann durch Kinder schon mal an seine Grenzen kommen.
Feb
Feb
Wochenende
by Maximilian Buddenbohm in
Bild: Hamburger Innenstadt. Es bleibt sonnig. Und wie es sonst noch wird, steht natürlich im frischen Wochenhoroskop.
Feb
Schillernde Erfahrungen
by Maximilian Buddenbohm in
Das Kind verlangt zusehends deutlicher nach abwechslungsreicher Unterhaltung. Ab einem gewissen Alter reicht es eben nicht mehr aus, immer nur einen roten Ball herumzuschubsen, einen Stoffhasen in Grund und Boden zu knuddeln oder einen Greifling gründlich einzuspeicheln. Es darf gerne etwas mehr sein. So probiert man als Elternteil herum, erfindet Turnübungen und lustige Geräusche, lernt endlich, wofür Tupperware wirklich gut ist und entdeckt an sich ganz ungeahnte Qualitäten als Klettergerüst. Und überlegt angestrengt weiter, was noch zur Erheiterung beitragen könnte.
Gestern haben wir versucht, das Kind mit Seifenblasen zu bespaßen. Es gibt immer noch die Marke Pustefix und dieses seifig-klebrige Gefühl an den Fingern, wenn man mit der schmierigen Dose herumhantiert, kommt einem seltsam vertraut vor. Das Kind guckt erwartungsvoll zu, während der Vater in der Dose rührt, pustet und dann – einfach so! – eine große Schar leuchtender Seifenblasen entstehen läßt. Aus dem Nichts. Man sieht dem Kind die fassungslose Begeisterung an, hingerissen beobachtet es den Flug der rosabunt leuchtenden Kugeln, die langsam tanzend zu Boden schweben, auf das Kind zu, das freudig die Arme nach ihnen ausstreckt. Die Seifenblasen landen auf Händen und Gesicht, platzen und sind weg.
Das Kind weint. Und da hilft es gar nichts, daß die Eltern oben mit der Dose herumwedeln, betont fröhlich sind und unentwegt ganze Heerscharen von neuen Blasen entstehen lassen und quer durch den Raum pusten, bis das Parkett ringsum von den tropfenden Resten eine sehr rutschige Piste wird. Das Kind hängt noch in dem Moment fest, als die allerersten Seifenblasen seines Lebens, die sich gänzlich unerwartet durch eine phantastische Zauberbegabung des Vaters materialisiert haben, gerade in dem Moment aufgehört haben zu existieren, als sie eben in Griffweite waren.
Man muß wohl erst etwas älter werden, um sich unentwegt mit der Produktion neuer Seifenblasen trösten zu können.
Feb
Süüß!
by Maximilian Buddenbohm in
Vielleicht ist es gar nicht so unüblich, daß Frauen auf Spaziergängen ruckartig stehenbleiben, wenn sie etwas sehr Süßes entdeckt haben. Vielleicht ist es gängig, daß sie dann lange mit leuchtenden Augen vor einem Zaun stehen, hinter dem sie gerade etwas ungemein Niedliches entdeckt haben, daß sie sich in die Stäbe oder Latten krallen und etwas murmeln, das verdächtig deutlich nach “will auch” klingt. Diese eigenartig träumerisch klingende Stimme mit dem bittenden Unterton, dieser umflorte Blick voller Sehnsucht und Verlangen, dieses von Herzen kommende Seufzen, weil sie ja wissen, daß das Objekt der Begierde nicht ganz einfach zu haben ist – alles bestimmt ganz normal.
Und irgendwann gewöhne ich mich auch daran, daß die Herzdame dieses Verhalten nicht bei Karnickeln oder Dackeln zeigt, nicht bei Katzen oder Kindern, sondern ausschließlich bei Baumaschinen größeren Kalibers. Aber noch finde ich es auch nach sieben Jahren noch seltsam, wenn sie bei einem Spaziergang durch die Hafencity mit zitternder Unterlippe auf monströse Bagger zeigt und mich im Weitergehen flehentlich fragt: “Nicht vielleicht einen ganz Kleinen?”
Feb
Wochenende
by Maximilian Buddenbohm in
Freitag, Fischtag. Bild: Hamburger Fischmarkt. Und apropos Fische: Das neue Wochenhoroskop ist online.
Feb
Tips für Väter (7)
by Maximilian Buddenbohm in
Unterschätzen Sie nicht den Nutzwert eines Säuglings. Man muß keine Hemmungen haben, gelegentlich Gebrauch von den praktischen Anwendungsmöglichkeiten zu machen, Sie tun ja auch unentwegt viel für den Nachwuchs. Wenn Sie zum Beispiel einmal ein akutes Rückenleiden haben, so wie ich gerade, und sich daher nicht mehr recht bücken können, ist ein Kleinkind schon im Alter von wenigen Monaten eine unschätzbare Hilfe.
Fällt Ihnen etwa ein Gegenstand hinunter, sagen wir ein USB-Kabel oder ein Manschettenknopf, müssen Sie nicht mehr erst Ihre Frau rufen, um das Ding wieder in die Hände zu bekommen. Halten Sie einfach das Baby an den Füßen oder am Hosenbund kopfüber Richtung Boden – es wird verläßlich alles aufsammeln, was die kleinen Händchen nur irgend greifen können. Sie müssen dann nur noch den Gegenstand aus den Fingern des Nachwuchses winden, was wegen Ihres deutlichen Kraftvorteils aber kein großes Problem sein sollte.
Dem Kind macht so eine Verrichtung sogar Spaß, wie man den fröhlichen Geräuschen deutlich erkennen kann. Vorausgesetzt natürlich, Sie drehen es in angemessenem Zeitraum wieder mit dem Kopf nach oben. Es ist leider gerade nicht die passende Jahreszeit für eine ausführliche Testreihe, aber man darf doch annehmen, daß man sich auf diese Art auch leichte Gartenarbeit wie etwa die Entfernung von Unkraut aus Beeten oder Pflanzkübeln beträchtlich erleichtern kann. Da dürfte es noch einiges zu entdecken geben.
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Veranstaltungshinweis
by Maximilian Buddenbohm in
Die Hamburger Lesereihe Transit wird leider eingestellt, aber morgen ist noch einmal Gelegenheit, Abschied zu nehmen und einen sehr interessant besetzten letzten Abend dort zu verbringen. Die Veranstalter haben die Organisatoren der anderen Hamburger Lesereihen gebeten, dort aufzutreten.
Es lesen Michael Weins von Schischischo, Benjamin Maack vom Machtclub, Birgit Utz vom Forum Hamburger Autoren, Gunter Gerlach vom Literatur Quickie und es liest auch die unvergleichliche Isabel Bogdan von Kaffee.Satz.Lesen. Hingehen!
Dienstag, 5. Februar, Einlaß ab 20 Uhr 30, Eintritt 5.-, Haus III&70, Schulterblatt 73.
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