Neu auf dem Nachttisch

Jan 5th, 2008 von Maximilian Buddenbohm

Roland Barthes: Die helle Kammer – Bemerkung zur Photographie. Übersetzt aus dem Französischen von Dietrich Leube, zuerst erschienen 1980. Das Buch beginnt so:

“Eines Tages, vor sehr langer Zeit, stieß ich auf eine Photographie des jüngsten Bruders von Napoleon, Jérôme (1852). Damals sagte ich mir, mit einem Erstaunen, das ich seitdem kaum vermindern konnte: “Ich sehe die Augen, die den Kaiser gesehen haben.” Manchmal sprach ich von diesem Erstaunen, da aber niemand es zu teilen, ja nicht einmal zu verstehen schien (so besteht das Leben aus kleinen Einsamkeiten), vergaß ich es wieder.”

1 Kommentar

  • Roland Barthes ist ein ganz kluger. Ich habe gelesen von ihm: Das Reich der Zeichen, Die Sprache der Mode und einoges mehr. Ein wunderbarer Analytiker, Essayist, ein ganz feiner Beobachter. Wer sich für Zeichen und Zeit interessiert, kommt an ihm nicht vorbei. Ein ganz grosser.