Oktober, 2007 Archives
Okt
Die Abteilung hat Geld verdient
by Maximilian Buddenbohm in
Es gibt Blogeinträge, die möchte man eigentlich gar nicht gelesen haben. Man sollte aber doch – unbedingt. Gucken Sie mal hier.
Okt
Wunschbloggen
by Maximilian Buddenbohm in
Okt
Gespräche am frühen Morgen
by Maximilian Buddenbohm in
Zahnarzt: “Die Krone da ist am Rand schlecht gearbeitet. Wer hat ihnen die denn gemacht?”
Ich: “Sie.”
Zahnarzt: “Ach? Na, hält doch.”
Okt
Spaß mit Ratgebern (2)
by Maximilian Buddenbohm in
Mich faszinieren all diese Ratgeber, die sich an junge, oder doch zumindest frische Eltern richten und jede Facette der neuen Situation erklären. Ich amüsiere mich oft prächtig beim Lesen dieser klugen Werke.
“Viele Paare finden es schwierig, nach der Geburt zur Sexualität zurückzufinden”, steht da zum Beispiel. “Gerade die Frau braucht oft lange, um wieder Vergnügen am Sex zu empfinden. Wichtig für den Mann: Lassen sie ihr Zeit. Vermeiden sie Streß, drängeln sie nicht. Nehmen sie sich einfach sehr viel Zeit zu zweit.”
Der Autor dieser Zeilen, soviel ist vollkommen klar, hat noch nie im Leben einen Säugling zuhause gehabt. “Nehmen sie sich einfach sehr viel Zeit zu zweit”, steht da – nein, was haben wir gelacht
Okt
Die Sterne stehen im Westen
by Maximilian Buddenbohm in
Seit gestern ist “Der Westen“, das neue Portal der WAZ-Gruppe online. Unser Glückwunsch an Lyssa, die Chefredakteurin, und ihr Team zum erfolgreichen Launch, zur Leistung der letzten Monate und auch zur ausgezeichneten Presse der letzten Tage!
Ich wünsche dem Projekt von Herzen viel Erfolg- zum einen, weil ich hinter den Kulissen selbst ein klein wenig für “Der Westen” arbeite, zum anderen auch, weil ich dazu noch das Vergnügen habe, auf den neuen Seiten jeden Freitag das Wochenhoroskop beizusteuern. Kein Wochenhoroskop für humorbefreite Menschen, sollte ich vielleicht warnend erwähnen, aber für solche Menschen würde ich ja ohnehin nicht gerne schreiben wollen. Wenn Sie auch mal reinschauen wollen – viel Spaß! Aber lesen Sie vielleicht doch lieber die anderen Sternzeichen – nicht Ihr eigenes.
Hier entlang.
Okt
Neu auf dem Nachttisch
by Maximilian Buddenbohm in
Graham Greene: Die Kraft und die Herrlichkeit, zuerst erschienen 1948. Deutsch von Veza Magd und Walther Puchwein.
Der Roman beginnt so:
“Herr Tench ging aus, um seinen Äther-Zylinder zu holen: hinaus in die glühende mexikanische Sonne und den heißen Staub. Bussarde blickten vom Dach herab mit schuftiger Gleichgültigkeit: er war noch kein Aas. Ein leises Gefühl der Auflehnung regte sich in seinem Herzen, er kratzte mit brechenden Fingernägeln eine Handvoll Erde zusammen und warf sie schwächlich nach ihnen.”
Okt
Man versteht sich
by Maximilian Buddenbohm in
Wir haben einen Spielplatz direkt vor der Haustür. Wenn wir einmal Rat von Müttern oder Vätern mit mehr Erfahrung haben wollen, müssen wir nur ein paar Schritte gehen und haben schon genug Ansprechpartner. Das ist schön, angenehm und tröstlich, sich so austauschen zu können, man kann sich mal eben beruhigen lassen und erleichtert zur Kenntnis nehmen, daß andere Eltern die gleichen Schwierigkeiten hatten oder haben.
Als sich die Herzdame zum Beispiel gestern dort nach einigen durchwachten Nächten vor Müdigkeit leicht schwankend am Kinderwagen festhielt und wirre Satzfragmente von sich gab, wurde ihr sofort von mehreren mitfühlenden Müttern versichert: “Fall ruhig sofort um, wir lassen dich dann einfach hier liegen.”
Doch, doch, das ist ein sehr fürsorglicher Satz.
Okt
Okt
Schlafe, mein Prinzchen
by Maximilian Buddenbohm in
Der Solist wirkt ein wenig geübter als ich. Aber ich hole auf.
Okt
Spaß mit Ratgebern
by Maximilian Buddenbohm in
Wenn ein Baby nicht aufhören will zu schreien”, stand da in dem Buch, “kann es helfen, ihm leicht über die Wange zu pusten. Es kann dann durch dieses überraschende Gefühl so abgelenkt werden, daß es das Schreien ganz vergißt.”
Liebe Leserinnen und Leser aus Hamburg, wenn Sie eben das unglaubliche Geräusch gehört haben, diese befremdliche und infernalisch laute Mischung aus Tarzan, Scooter und Alarmsirene, keine Unruhe bitte. Das war nur die Reaktion unseres Sohnes auf “leichtes Pusten über die Wange”.
Toller Tipp, wirklich.
Okt
Kalt geworden
by Maximilian Buddenbohm in
Die lange Karawane der Sachbearbeiter, die sich morgens in der Hamburger City-Süd von der S-Bahnstation zu den Bürogebäuden windet, ist zur Zeit etwas schneller als sonst unterwegs. Kältebeschleunigt hasten die frierenden Menschen über die Straßen, fluchend und zitternd, tief in die viel zu dünnen Übergangsjäckchen vergraben, die man aber doch eisern weiter trägt, zumindest bis es schneit, bis es friert, bis es November oder Dezember wird, ich weiß nicht wie lange, zu lange jedenfalls. Hochgezogene Schultern überall, blaublasse Hände halten wehende Kragen zu oder umkrallen Kaffeebecher aus Pappe, aus denen es tröstlich dampft.
Vor den Bürogebäuden hüpfen verfrorene Raucher auf und ab und ziehen hektisch an den Zigaretten, mit einer Hand halten sie sich die Türen auf und lassen eine Körperseite im Warmen, nur der rauchende Teil muß raus. Möwen sitzen aufgeplustert auf den Rundbögen der Laternen und gucken blasiert auf die unter ihnen wimmelnden Angestellten. Die diskutieren, ob es da, wo sie wohnen, schon gefroren hat. Bei uns da draußen, in Langenhorn, in Pinneberg, in Harburg, in Lübeck, da war alles ganz weiß, kratzen mußten wir auch schon am Auto und ganz unten im Süden, in München, da war sogar schon Schnee, hört man, ja Schnee. Echt. Hm, der Winter, sagen sie, immer die gleiche Scheiße. Einen Schal könnte man jetzt tragen, Handschuhe auch und die anderen, die dickeren Schuhe, müßte man alles nur mal ausgraben, dringend. Gleich am Wochenende. Kann man auch schon die ganze Deko rausholen, wenn man eh dabei ist, die ganze Weihnachtskiste. Ist ja sowieso bald. Fünfzig Tage oder so! Erschreckte Blicke, Staunen, schnelles Nachrechnen: Ach ja. Geht das auch schon wieder los.
Und ein Raunen geht durch die Menge: Jetzt ans Schenken denken!
Okt
Freuden der Vaterschaft
by Maximilian Buddenbohm in
Seit ich mit dem Kinderwagen anderen Menschen in die Hacken fahren kann, bin ich ein recht ausgeglichener Mensch.
Okt
Abendlicher Dialog
by Maximilian Buddenbohm in
Ich: Wie heißt denn bloß noch mal dieses andere Wort für Lust?
Herzdame: Was?
Ich: Lust. Anderes Wort. Fremdwort.
Herzdame: Ich weiß nichts, ich stille.
Ich: Mir fällt immer nur Fellatio ein, zum Verrücktwerden. Meine ich aber gar nicht.
Herzdame: Geh mir weg.
Ich: Nein, ich suche ja nur ein Wort. Mit S. Ein S vorne ist klar. S…
Herzdame: Stillen.
Ich: Nein, mit Lust!
Herzdame: Mit Lust hat das nichts zu tun.
Ich: Was?
Herzdame: Das Stillen.
Ich: Ich rede von Dings. Von Lust in Fremdwort mit S. Und O am Ende. Glaube ich.
Herzdame: Ich weiß nichts.
Ich: Ich hab’s! Gerade fällt es mir ein! Meine Güte. Ganz einfach. Ts.
Herzdame: Und?
Ich: Libido natürlich.
Herzdame: Ja klar, mit S vorne. Wie in Slibido. Du Dichterfürst.
Okt
Wochenende
by Maximilian Buddenbohm in
Hamburg Sankt Pauli, Kaispeicher A – die künftige Elbphilharmonie.
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