War einmal ein Revoluzzer

Sep 14th, 2007 von Maximilian Buddenbohm

Ich tue mich ja ein wenig schwer mit der Lehre von der Wiedergeburt, ich hatte da schon im letzten Leben so meine Zweifel – aber manchmal ist sie natürlich eine wunderschöne Erklärung für gewisse Verhaltensweisen. Unser Sohn zum Beispiel pflegt vor dem Stillen die linke Hand zur Faust zu ballen und wütend gen Himmel zu recken, wozu er lange und energisch, aber komplett unverständlich herumbrüllt, bis er endlich an das Leben in Saus und Braus herankommt. Danach ist ihm der revolutionäre Impuls schlagartig wieder egal und er schläft schmatzend und friedlich in seiner Schlaraffenlandnische ein, eine Hand an die Stirn gelegt, als würde er schwer nachdenken, eine Hand am kugeligen Bäuchlein, in dem es träge umherschwappt. Der Genosse Julius.

1 Kommentar

  • Dieses Verhalten erinnert mich an Peppone, von dem im Zuge eines guten Essens ebenfalls die Revolution und der Zwist mit Don Camillo jeweils kurzzeitig zur Nebensache erklärt wurden. :-)