Der relative Riese

Sep 14th, 2007 von Maximilian Buddenbohm

Julius ist ein ziemlich großer, vor allem aber ziemlich langer Neugeborener. Es gibt zwar viele, die noch wesentlich schwerer und größer zur Welt kommen, aber er war schon sehr deutlich über den Durchschnittswerten. Auf der Kinderstation, in der er die erste Woche zugebracht hat, lag er neben filigranen, klitzekleinen Frühchen, ein sehr merkwürdiges Bild. Eine Reihe von winzigen Geschöpfen mit streichholzdünnen Ärmchen, dann unser Kind, welches figürlich in dieser Umgebung stark an einen etwas verfetteten Rambo erinnerte, zumal der Gesichtsausdruck auch durchaus oft in die Richtung geht. Wenn die Frühchen gefüttert wurden und hinterher zart den Rücken beklopft bekamen, perlte leise etwas Luft aus ihnen heraus. Wenn man Julius nach dem Trinken auf den Rücken klopft, erinnert das dadurch provozierte Geräusch dagegen stark an den sicher allseits bekannten Rülpser in “Dinner for one”.

“Nordostwestfalen”, murmelte ich mit Kennermiene, als ich das beeindruckende Geräusch zum ersten Mal hörte. “Deine Gene”, antwortete die Herzdame pikiert. Das wird noch ein wenig zu diskutieren sein.

3 Kommentare

  • Erstaunlicherweise ist die Körperlänge und das Gewicht des Säugling bei der Geburt kein Hinweis auf die späteren Masse des älteren Kindes und des Erwachsenen. Es geht “nur” nach den Massen der Eltern. Also nach dem Erbe und der DNA. Daumenregel. Im Durchschnitt Grösse der Mutter plus des Vaters plus 7,5 cm bei Jungs. Bestimmte Abweichungen davon haben dann etwas zu tun mit Ernährung und nähere Lebensumständen.

  • Ups. Korrektur. “Im Durchschnitt (Grösse der Mutter plus des Vaters) DURCH ZWEI plus 7,5 cm bei Jungs. “

  • Sonst würde es dann auch wirklich irgendwann schwer, passende Kleidung zu erwerben. ;)