Die Herzdame allein zu Haus

Jul 3rd, 2007 von Maximilian Buddenbohm

Die Herzdame arbeitet nun nicht mehr, da der Resturlaub natürlich vor dem Mutterschutz genommen wird. Das ist für eine Nordostwestfälin aber gar nicht leicht, einfach so zuhause zu bleiben, während andere Menschen arbeiten gehen. Ich zum Beispiel. Morgens sieht sie mir mit großen Augen zu, wie ich in meine Bürokleidung steige und wenn ich die Wohnung verlasse, fragt sie leise: “Und was mache ich?” Nach den ersten zehn Minuten meines Arbeitstages klingelt das Telefon und eine sehr vertraute, nörgelige Stimme sagt: “Mir ist langweilig”.

Mein freundlicher Hinweis, daß es sich bei dem großen Gerät in der Küche, dem Ding mit den komischen schwarzen Kreisen obendrauf und den Drehknöpfen vorne dran, um einen Herd handeln würde, schien nicht die richtige Antwort zu sein. Vielleicht war die Leitung aber auch aus technischen Gründen plötzlich unterbrochen, wer weiß.

5 Kommentare

  • Und Minigolftraining hat die Gute auch nicht nötig. *seufz*
    Schade daß ich nicht in Hamburg weile. Ich bringe jedem in einer Stunde das Sockenstricken bei. Da schlüge das Machoherz doch gleich drei Takte schneller, oder? :-)

  • Nachdem ich die Dame nun fünf Jahre lang bekocht habe, scheint mir Sockenstricken tatsächlich irgendwie fair :-)

    Eine Stunde Lehrzeit klingt sehr gut, wirklich schade, daß Du nicht hier bist!

  • Beim Blogs-Lesen vergeht beispielsweise die Zeit recht schnell. ;)

  • Dein Beitrag ist sehr launig geschrieben. Aber es scheint mir doch, dass Eure emotionale Befindlichkeit zur Zeit mindestens so sehr auseinander driftet wie die Affinität fürs Kochen…
    Ich habe keine Kinder und folgedessen auch nie eine schwangere Frau gehabt. Aber es kann wohl sehr schwierig sein, sich in der Endphase der Schwangerschaft in seine Partnerin heineindenken zu können. Oder liegt es daran, dass wir es mehr mit fühlen versuchen sollten?

  • Ach nein, so schlim driftet es gar nicht. Es sind nur sehr verschiedene Situationen.