Der Wurzelwitz

In einem anderen Blog gab es unlängst einen längeren Text gegen altsprachlichen Unterricht an deutschen Schulen. Ich selbst war auf einem altsprachlichen Gymnasium und habe heute morgen wieder feststellen können, wie außerordentlich sinnvoll das war. Man versteht zum Beispiel ohne Latein den Humor von Zahnärzten gar nicht. Etwa in dem folgenden Dialog, an dem ich heute morgen leider noch vor dem Frühstück beteiligt war:

Ich: „Bevor sie mir Vorwürfe machen, ich war drei Jahre nicht hier, ich weiß, schwerer Fehler, mea culpa.“
Meine Zahnärztin: „Hehe. Erst mea culpa, dann mea pulpa.“

Ein echter Brüller. Und dann dieses Glitzern in ihren Augen, als sie mich auf die um etwa neunzig Grad gebogene Wurzel hinwies – wir werden sicher noch viel Spaß gemeinsam haben.

5 comments

  1. Roland

    Immerhin finde ich es schön, zu sehen, dass der Mann von Welt auch eine Zahnärztin und keinen Zahnarzt hat. Ich handhabe diese Auswahl jetzt schon seit diversen Umzügen so und fühle mich recht wohl dabei. Allerdings ist mein Gefühl, dass die Damen der Zunft sanfter als ihre männlichen Kollegen sind, sicherlich pure Illusion. Aber wenn’s hilft, nehme ich gern auch eine Illusion in Kauf. Man soll ja nicht so sein.

    Ihnen und dieser Pulpa wünsche ich natürlich alles Gute.

  2. Merlix

    Es ist ja eigentlich einfach. Man suche sich eine attraktive Zahnärztin, dann kann man sich vor ihrer Tür einreden, daß man schöne Frauen immer gerne besucht:-)
    Danke für die guten Wünsche – und was die Pulpa angeht: Vae victis!

  3. Tobias K.

    Hm… wenn’s Merlix an die radix geht… wirds hoffentlich nicht radikal applikal… Muß dann auch die Woche mal zur Frau meines Vertrauens. *urgs*

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