Beifang vom 27.03.2017

Anastasia Umrik über Abschiede und das Leben.

Noch ein Text über Trump und seine Wähler. Ab und zu entdeckt man doch noch einige neue Aspekte.

Außerdem lese ich gerade in “Künstlerkolonie Wilmersdorf”. Ich habe überhaupt keinen Bezug zu Wilmersdorf, ich weiß nicht einmal, wo in Berlin das genau ist. Aber Manfred Maurenbrecher hat so einen Tonfall, da möchte man immer “Ach egal, erzähl mir einfach irgendwas” sagen. Ob er nun am Klavier sitzt und dazu singt oder ob er ein Buch schreibt – es wird schon interessant sein. Und so ist es dann auch.

Und wo wir gerade so schwungvoll ins Wahljahr starten und in Pressehäusern und Blogs wieder über Richtungen debattieren: “The one on the left is on the rigt” von den Smothers Brothers mit Gaststar Noel Harrison. Wer die Smothers Brothers nicht kennt, man kann sich auf Youtube ruhig mal ein Stündchen mit ihnen amüsieren, das ist ziemlich abgefahrene US-Humorgeschichte, es gibt ein paar schöne Clips.

Briefkastenonkel Buddenbohm

In diesem Blog landen auch Menschen durch Suchanfragen bei Google und anderen Seiten. Technisch bedingt sehe ich immer seltener, was da genau gesucht wurde, manchmal aber doch, dann denke ich natürlich über Antworten nach. Zu den Fragen der letzten Wochen:

“Vorteile Kinder”

Wenn man Kinder bekommt, lernt man schlagartig viele Menschen kennen, sogenannte andere Eltern. Die werden von einigen als Problem empfunden, tatsächlich handelt es sich aber um DEN Boost im Sozialleben und die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere sympathische Menschen dabei sind, sie ist recht hoch. Für Norddeutsche, die einander bekanntlich mangels Kölschkneipen an jeder Ecke nicht einfach so kennenlernen können, gibt es überhaupt nur eine einzige andere denkbare Variante der sozialen Spontanbelebung, das ist die mit dem Hund. Sowohl Hundehalter als auch Eltern reden immer und überall miteinander, sogar nördlich von Hamburg, sogar auf den Inseln. Hierbei ist aber unbedingt zu bedenken, dass man zumindest in Hamburg während der gesamten Lebensdauer des Hundes Kacke einbeuteln muss, während sich das bei Kindern nach vergleichsweise kurzer Zeit erledigt hat. 

“Nymphensittich braten”

Über die Motivation hinter dieser Suchanfrage möchte man lieber nicht nachdenken, aber tatsächlich habe ich zu dem Thema einmal einen Text geschrieben, da ging es um ein Rezept mit Chicorée. Mein Verhältnis zu diesem Gemüse ist seitdem leicht gestört, zu Nymphensittichen hatte ich noch nie eines.

“Wie frage ich einen Kellner im Restaurant nach Kokain”

“Entschuldigen Sie bitte, haben Sie Kokain?” That was easy.

“Ist Bibliomantie erlaubt”

Ja, ganz sicher. Ich glaube sogar, fast alle Formen der -mantie sind erlaubt, es sei denn, man muss dafür erst Tiere opfern und aufschneiden, um ihre Eingeweide genauer zu besehen. Das war nur im alten Rom und noch älteren Kulturen legal. Zu den möglichen Nebenwirkungen der Bibliomantie habe ich hier etwas geschrieben.

“Meine Freundin spielt mit Luftballons”

Das ist eine der besten Google-Suchen überhaupt, die ich hier jemals entdeckt habe. Wenn ich schlecht gelaunt bin, lese ich gerne diesen Satz nach und stelle mir einen komplett ratlosen Jüngling vor, den die obsessive Beschäftigung seiner Freundin mit Luftballons so verwirrt, dass er schließlich entnervt das Notebook aufklappt und zögernd etwas ins Suchfeld tippt. Dann geht es mir meistens schon wieder besser.

“Wale Wale manche Strecke”

Ein Zitat aus der kaum bekannten sogenannten maritimen Version des Zauberlehrlings, die Goethe im Jahr nach seiner großen Grönlandreise geschrieben hat. Die Version hat sich nie durchgesetzt. Siehe auch -> über allem Stockfisch ist Ruh.

 

Beifang vom 24.03.2017

Eine sehr kurze Ausgabe, es gab überhaupt wenig Links in dieser Woche, ich finde gerade nichts. Aber ich muss ja auch Gerhard Henschel lesen, damit ist das dann entschuldigt, nehme ich an.

Hier dann doch eine Liebesgeschichte ohne Liebe

Und ein Interview mit der Mezzosopranistin Christa Ludwig, das fand ich auch ohne großes Interesse an der Oper lesenswert (zwei weitere interessante Interviews habe ich drüben im Wirtschaftsteil für die GLS Bank verlinkt).

Nur noch schnell etwas frühlingsoptimierte Musik, dann ist auch fast schon Wochenende.

Kleine Anmerkung zu Storm

Als ich neulich bei einem meiner quartalsweise vorkommenden Versuche, mich doch noch mit dem Medium Hörbuch anzufreunden, den Anfang von Storms Schimmelreiter nachgehört habe, hat sich ein Verdacht bestätigt, den ich schon länger hatte, den zu verifizieren ich aber in den letzten Wochen nie Zeit oder Gelegenheit hatte. Es ist nämlich tatsächlich so, dass die Geschichte vom Schimmelreiter einen immerhin dreifach gestaffelten Erzählrahmen hat. Ein Erzähler erzählt einem Erzähler, was ihm ein Erzähler erzählt hat. Oder nein, genau genommen erzählt der Erzähler, wie er als Kind ein längeres Stück in einer Art Zeitschrift gelesen hat, in dem jemand erzählt, wie ihm etwas in einer Sturmnacht in einem Wirtshaus an der Nordsee erzählt wurde, wobei übrigens nicht einmal endgültig klar wird, ob der Erzähler auf der dritten Stufe die Geschichte im Dorf selbst mitbekommen oder womöglich auch nur erzählt bekommen hat, von wem auch immer.

Und man merkt das als Leser gar nicht, wenn man nicht sehr genau aufpasst, man sitzt da wie in einer Zaubershow und bekommt den Trick nicht mit, obwohl man doch weiß, dass gleich getrickst wird. Man gleitet so in den Bericht hinein und ist nach wenigen Minuten ganz auf der Höhe des Geschehens, im Scheinwerferlicht nur noch Hauke Haien, der Deiche modelliert und darüber nachsinnt. Die Erzähler treten alle drei zurück ins Dunkel, bis man sie schnell ganz vergessen hat, obwohl doch zumindest einer von ihnen durch seine Begegnung mit dem Schimmelreiter erheblich zum Wahrheitsgehalt der Geschichte beiträgt. Das hat er schon verdammt gut gemacht, der olle Storm, so ein kompliziertes Konstrukt erst auf der Bühne zu inszenieren und dann umgehend wieder verschwinden zu lassen, das ist äußerst gekonnt eingefädelt.

Oder, wie es die Berufsschüler ausdrücken würden, die vormittags kiffend vor unserer Haustür herumlungern: “Respekt, Digger. “

Beifang vom 21.03.2017

“Wer ist eigentlich meine verrückte Nachbarin?”

Pottwal-Gangs überfallen Fischkutter.” Enthält die bemerkenswerte Formulierung “… und dann ziehen die Pottwale die Fischer ab.”

Ein Bericht über Urlaub mit Kindern. Manches kommt mir dezent bekannt vor.

Noch eine Rezension zu Gerhard Henschels “Arbeiterroman”. Ich lese gerade den vorvorigen Band (“Abenteuerroman), habe dann noch den Bildungsroman vor mir und lande erst später im neuen Band, der hier aber schon bereitliegt. Ich möchte die Lektüre aller Martin-Schlosser-Romane noch einmal nachdrücklich empfehlen, es ist ein einzigartiges literarisches Projekt, es sind Bücher zum Reinlegen, gefährliche Suchtmittel und dazu ein Vergnügen erster Klasse. Besonders für (westdeutsche) Menschen, deren Geburtsjahr nicht dramatisch weit von dem Gerhard Henschels entfernt ist, ergibt das Lesen außerdem manchmal geradezu unheimliche Zeitreisen. Mir sind plötzlich Lehrernamen wieder eingefallen, die ich vor vielen Jahren gut wegsortiert hatte, das sind doch ganz erstaunliche Nebenwirkungen eines Romans. Was man alles vergessen und verdrängt hat! Hier kommen Details zurück, man macht sich keinen Begriff. So viele Kleinigkeiten, man denkt zwischendurch unwillkürlich an Kempowski, und da wundert es dann auch nicht mehr, wenn der in den Büchern später vorkommt. Eine Kulturgeschichte meiner Generation, oder doch ungefähr meiner Generation.

Die Herzdame backt: Apfelpizza

Ein Kuchen, gebacken von Maret Buddenbohm, auch bekannt als die Herzdame, aufgegessen hauptsächlich von den Söhnen. (Der Text ist auch von Maret Buddenbohm)

Die Apfelpizza habe ich im Herbst in einer Zeitschrift für stylischeres Wohnen bei Freunden unter dem Namen „Apfelkuchen vom Blech“ abfotografiert und gleich ausprobiert. Als die Söhne den fertigen Kuchen sahen, fragten sie, was das für eine eigenartige Pizza sei und damit hatte der Kuchen einen neuen Namen. Viel schöner und kinderkompatibler, wie ich finde.

Weil wir da so ausgehungert waren, haben wir nicht lange gewartet und ihn gleich heiß aus dem Ofen gegessen. OBERKÖSTLICH, sage ich nur. Es geht gar nicht anders, man muss ihn unbedingt warm essen. Auch das spricht eher für Pizza als für Kuchen.

Irgendwann fragten die Freunde dann, ob ich ihnen das Rezept noch mal schicken könne, weil sie die Zeitung verlegt oder entsorgt hatten. Eigentlich wollte ich das Rezept dann auch gleich bloggen, damit sie es jetzt immer online nachlesen können. Und ich auch. Aber wie das immer so ist … man kommt zu nichts und es dauerte etwas.

Aber auch wenn jetzt nicht mehr so die klassische Apfelernte-Apfelkuchenzeit ist, passt das Rezept trotzdem gut, um die ganzen eingelagerten, schrumpeligen Äpfel endlich mal zu verarbeiten.

Das Rezept ist für zwei Bleche berechnet und wenn man Gäste hat, empfiehlt es sich auch zwei Bleche zu backen, da eine vierköpfige Familie schon locker eins alleine schafft.

Zutaten

  • 1 kg säuerliche Äpfel z.B. Boskop
  • 250 g Butter
  • 250 g Magerquark
  • 220 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 7 EL Zucker
  • 1 TL Zimt

125 g Butter, Magerquark, Mehl, Salz und 2 EL Zucker verkneten und daraus zwei Kugeln formen. Die Kugeln in Folie wickeln und 1 Stunde kaltstellen.

Inzwischen die Äpfel waschen, vierteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Die Schale darf gern dranbleiben.

Den Backofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen. Dann Teig auf Backpapier zu zwei dünnen Böden ausrollen und auf zwei Backbleche ziehen.

Die Böden mit den Äpfeln belegen. Und die übrigen 125 g Butter als Flöckchen darauf verteilen.

Den Kuchen nacheinander im heißen Ofen ca. 20 Minuten backen.

Zum Schluss 5 EL Zucker mit dem Zimt mischen und den Kuchen damit bestreuen. Wobei ich finde, dass man das Gemisch auch schon zum Backen darauf streuen kann.

Und unbedingt aus dem Backofen auf den Teller und sofort essen!

Den Teig kann man gut im Kühlschrank aufbewahren, so dass man das zweite Blech ein, zwei Tage später backen kann.

Beifang vom 19.03.2017

Aufploppende Krokusfelder.

Lost places im Odenwald. Wenn man über den Kalten Krieg eine Weile nachdenkt, man könnte ja Sachen erzählen! Mit welcher Selbstverständlichkeit in den 60ern und 70ern alle Erwachsenen bei jedem herangrollenden Gewitter kurz dem Donner lauschten und dann nur halb scherzhaft “Der Russe kommt” sagten. Wie das Bedrohungsszenario langsam, langsam verblasste über die Jahre.  Wie irgendwann keine tieffliegenden Militärjets mehr alle paar Tage über einem Übungsrunden drehten und es erst nach Monaten auffiel, dass da ein Riesenstück Krach weg war. Das glaubt einem doch alles kein Kind mehr.

Ein Update zum Kaffeepappbecherproblem in Hamburg.

Noch einmal Hamburg, hier gibt es jetzt Coworking-Space auf der Seuten Deern. Die Idee finde ich gut. Morgens in aller Herrgottsfrühe und nach wüster Nacht durch den Hafenfrühnebel an Bord gehen, den Seesack über der Schulter, Akkordeon unterm Arm, Pfeife im Mund, unrasiert und gedankenlos die Liebe an Land zurücklassend. Dann aber nur ein schlankes Notebook auspacken, zwei, drei Onlineprojektchen brav abarbeiten und abends nach Hause gehen, um gemeinsam mit der Dame des Hauses regionale Lebensmittel zu kochen. Schon irgendwie schön, die Vorstellung.

Ein neues Buch über Erich Ohser/e.o. plauen.

Hier geht es um Barbara. Die Aufnahmen von Depardieu fand ich beim ersten Hören nicht umwerfend, aber manches braucht eine zweite, dritte und vierte Chance, mal sehen. Bis dahin doch lieber das Original, aber natürlich nicht mit dem ewigen Göttingen. Eher mit dem Lied, das die Dame singt, deren Mann am frühen Morgen durch den Hafenfrühnebel an Bord gegangen ist, den Seesack über der Schulter … na, und so weiter. Sag, wann kommst du wieder?

Spontaner Wochenend-Hinweis für Hamburger Eltern

Am 19.03. läuft noch die Ausstellung “Floatingbricks” im Hamburger Hafen. Wir haben uns die heute angesehen, die Söhne waren sehr zufrieden, ich war auch einigermaßen beeindruckt (die Titanic! Alter Schwede!). Es gab wirklich viel zu entdecken, die Söhne sehen ihre Legosteine jetzt mit neuen Augen und werden vielleicht sogar in den nächsten Wochen wieder mit etwas mehr Ausdauer bauen.

Wie der Hobby-Baumeister dort, der eine gigantische Strandszene aus St. Peter-Ording nachgebaut hat, daneben stand und wie entschuldigend sagte: “Es sollte eigentlich gar nicht so groß werden.”

Alle Details zur Ausstellung hier. Was dort nicht steht – man kann sehr gut mit der Fähre hinfahren. Ab Landungsbrücken mit der 62er Richtung Finkenwerder, Dockland aussteigen.

Die alten Geschichten

“Hört, ihr Lieben!” Ich scharte die Kinder um mich und hob sie auf meine Knie, wie man es tut, wenn es um wundersame Geschichten geht. “Hört, was euer Vater euch zu erzählen hat. Es ist eine Geschichte, wie sie sich die Alten immer wieder am Lagerfeuer erzählen, wobei die Alten in diesem Fall eure Mutter und ich sind, das Lagerfeuer aber durch unsere treufunzelnden Nachttischlampen dargestellt wird. Benutzt halt eure Vorstellungskraft, dann geht das. Es gibt, so geht diese althergebrachte Geschichte, nicht weit von hier, genaugenommen sogar noch innerhalb unseres Reichs, wollte sagen in unserer kleinen Wohnung, einen etwas versteckt gelegenen, abgetrennten Bereich. Der ist mit einer Tür versehen, zu der man keinen Schlüssel braucht, man kann frank und frei hindurchschreiten, drückt man nur die Klinke hinunter. Darinnen aber sind Fenster in den kunstvoll durchbrochenen Wänden, so dass Sonnenlicht lieblich hereinfällt, wann immer es tagt, und das Mondlicht schimmert in dem Gemach in jeglicher Nacht. Es stehen zwei kleine Bettchen darin und mehrere Truhen und Regale, die sind bis oben hin voll mit dem wunderbarsten Spielzeug, kindgerechten Büchern und allerlei Vergnügungszeug. Man nennt es das Kinderzimmer. Ob ihr danach einmal suchen wollt, meine fahrenden Rittersleut? So als kleine Quest am Morgen?”

“Kinderzimmer”, sagte Sohn I nachdenklich und schien sich schwach an etwas zu erinnern, “da war ich doch schon mal. Irgendwann.”

Und dann tollten sie wieder mit fröhlichem Lachen durch die weiten Fluren des Wohnzimmers und des Schlafzimmers, wobei sie alle nur denkbaren Formen des Landfriedensbruchs so heiter nachspielten, dass es eine helle Freude war. Also zumindest ihnen.

Beifang vom 17.03.2017

Es gibt also auch Menschen, die sich beruflich der Toilettenforschung widmen. Das hat überraschenderweise etwas mit Pflaumenmus zu tun. Nanu.

Eine neue Ausgabe der etwas anderen Tweetsammlung “Keiner davon ist witzig” von André Spiegel. Immer interessant.

Abendland! Untergang! Hurz! In der NZZ geht es wieder um das Verschwinden der Handschrift.

Vielleicht mal die Bücher durchsehen – die Papierfischchen kommen. Und dann, wie im Text vorgeschlagen, den Nachbarn daran die Schuld geben. Denen ein Haus weiter, eine Straße weiter, ein Land weiter, egal.

Auf Twitter fragte heute jemand nach dem Begriff “Apulic”, ich habe vor Jahren einmal darüber geschrieben. Die Frage war, ob wir jemals herausgefunden haben, wo das Wort nun herkommt und was es bedeutet. Also ein Update dazu: Wir haben es nie herausgefunden, ich habe aber gerade neulich erst mitbekommen, dass es in der Kita tatsächlich immer noch im Umlauf ist, es wird von Gruppe zu Gruppe weitergegeben. In der gleichen Bedeutung wie damals. Es bleibt faszinierend.

Und weil der Busch am Rand des Spielplatzes vor dem Küchenfenster gestern erste Spuren von Grün zeigte, weil die Söhne den ganzen Tag unbedingt draußen sein wollten, so sehr sogar, dass sie auch etliche Botengänge freiwillig übernommen haben, weil der Himmel so blau war, als könne es heute unmöglich regnen, weil es in der Sonne plötzlich so dermaßen Frühling war, gibt es jetzt noch satte sieben Minuten Süden. Daniel Melingo y la Orquesta Linyera mit „La canción del linyera”.